Österreich

Ringstraßen-Demos: Geschäftsleute fordern Lösung

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:47

Die Wirtschaftskammer fordert Lösungen für die vielen Ringstraßen-Demos. Geschäftsleute würden unter Kundenschwund leiden, Lieferanten stecken im Dauer-Stau.

Der vergangene Samstag wurde an diesem Wochenende durch lange Staus getrübt. Eine Hanf-Demo, für die auch der Ring gesperrt wurde, sorgte für Verkehrsbehinderungen und unfreiwillige Umwege. Am Dienstag wird der Ring das nächste Mal gesperrt.

Event-Veranstaltung „Rasen am Ring“ 

Unter dem Titel „Rasen am Ring“ steht die bereits 74. Ringstraßensperre in diesem Jahr an. Für Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, der nächste in einer langen Liste von Nadelstichen: „Natürlich sagt jeder Veranstalter, dass es nicht stört, einmal den Ring zu sperren. Wenn wir aber am 265. Tag des Jahres bereits die 74. Sperre zählen, dann ist das gesunde Maß wohl weit überschritten.“

Denn nach Meldungen von Betrieben, ist an Tagen mit Ringstraßensperre bis zu 50 Prozent Umsatzrückgang zu verzeichnen.

Ring-Demos seit 2010 in Mode

In den letzten fünf Jahren haben Veranstaltungen und Demos in der Wiener Innenstadt deutlich zugenommen, damals kam es durchschnittlich nur jeden sechsten Tag zu einer Ringsperre. „Wien ist auch international eine beliebte Stadt zum Einkaufen. Aber die oftmaligen Sperren der Ringstraße sorgen dafür, dass den Geschäften innerhalb des Rings immer öfter die Käufer ausbleiben. Da verstehe ich den Frust vieler meiner Händler-Kollegen“, so Trefelik.

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