Risikopatient: "So sang ich mich aus der Corona-Krise"

Michael Bezwoda startet als Corona-Musiker durch.
Michael Bezwoda startet als Corona-Musiker durch.privat
Nach einer Herz-Op verlor Michael Bezwoda (52) Job und Ehefrau. Das stärkte ihn für die Corona-Krise, aus der nun als Sänger hervorgeht.

Die letzten Wochen im Corona-Ausnahmezustand waren für den Wiener Michael Bezwoda weniger schlimm, als für viele Andere. Und das, obwohl er als Risikopatient gilt. "Ich habe schon sämtliche Krisen durchlebt: Gesundheitlich, beruflich und meine Ehe ging in die Brüche", erzählt der ehemalige Restaurantleiter in "Heute".

Der 52-Jährige, der nach einer Bypass-Op ein neues, bescheideneres Leben begann und vorübergehend "mit nichts als zwei Koffern wieder bei meiner Mutter einziehen musste", kann durch seine Schicksalsschläge nun positiv nach vorne schauen. Er hat die viele Zeit daheim genutzt: "Ich habe angefangen, Lieder über Corona und mein Leben zu schreiben", hat der Hobby-Musiker mit der sonoren Stimme die Chance in der Krise erkannt. "Die Quarantäne hat mich kreativ gemacht."

"Das Leben ist ein Arschloch" und "Reqiuem"

So entstand aus der anfänglichen Klopapier-Knappheit etwa der humorvolle Song "Das Leben ist ein Arschloch". Aber auch ernsthafte Texte brachte Bezwoda entstanden in der Isolation, wie etwa ein gefühlvolles "Requiem". Beim erstmaligen Anhören musste sein guter Freund, Wiener Szene-Urgestein Mario Soldo, sogar weinen. Als Model-Agenturchef und erste Dragqueen des Landes unterstützt Soldo seinen Freund nun dabei, die Corona-Songs aufzunehmen."

Ganz ohne Instagram (noch) traut sich der spätberufene Musiker nun mit seinen Songs nach draußen. "Ich träume nicht von einer großen Karriere, mir macht das Singen einfach Spaß. Und natürlich freue mich, wenn es auch dem ein oder anderen Menschen gefällt", startet Bezwoda jetzt durch.

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