Während in Südafrika heute die Achtelfinal-Paarungen der Fußball-Weltmeisterschaft komplettiert werden, sind gestern in Singapur die frischgebackenen Champions bei der WM für Roboter gekürt worden. Auch für Österreich gab es einen Titel.
Für die Deutschen wird es nach den bisherigen Leistungen in Südafrika trotz des Aufstiegs eng mit der Mission Weltmeistertitel. Die schwarz-rot-goldenen Roboter-Kollegen der Technischen Universität Darmstadt holten hingegen bereits den Titel in der Humanoid Kid Size League. Österreich wurde Weltmeister der "Dribblanskis".
In zahlreichen Ligen und Bewerben, die von der Größe der Roboter und ihrer Bauart abhängen, traten über 500 Teams aus vierzig Ländern gegeneinander an. Die Spieler werden dabei nicht von Menschen funkgesteuert, sondern duellieren sich völlig selbständig. Nur bei kleinen "Pannen" wie Outbällen oder umgefallenen Robotern helfen die Erbauer mit.
Forschung im Vordergrund
Die oftmals erfolgreichen österreichischen Teams hatten gemischte Erfolge zu verzeichnen: Die Austrian Kangaroos der TU Wien wurden Dribbelweltmeister. KickOffTUG der TU Graz schrammten am Finale der Simulation League 2-D, das Team ZaDeAt, eine Kooperation der TU Graz mit der RWTH Aachen und der Universität Kapstadt (Südafrika), schied in der ersten Runde der Standard Platform League aus.
Sinn des Robocups, der bereits zum vierzehnten Mal stattfindet, ist nicht nur die sportliche Wettkampf sondern auch der Austausch und die Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Robotik. Neben der Fußball-WM gibt es noch zwei weitere Bewerbe: Der RobocupRescue, bei dem Rettungsroboter für Notfalleinsätze getestet werden, und der RoboCup@Home, bei dem die High-Tech-Konstruktionen Menschen im täglichen Leben, wie etwa beim Einkaufen, helfen sollen.