In San Francisco kam es kürzlich zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Ein selbstfahrendes Waymo-Robotaxi erkannte, dass zwei jugendliche Fahrgäste mit einem Sturmgewehr hantierten. Das autonome Fahrzeug fuhr daraufhin automatisch auf den Seitenstreifen und verständigte die Behörden.
Die Polizei führte eine "Verkehrskontrolle mit hohem Gefährdungspotenzial" durch und nahm die beiden Passagiere fest. Bei der Durchsuchung des männlichen und der weiblichen Jugendlichen wurden ein geladenes Sturmgewehr, vermutetes Marihuana und Pfefferspray sichergestellt. Bei der Waffe handelte es sich um eine sogenannte Geisterwaffe, die teils aus dem 3D-Drucker stammte.
Wie heise online berichtet, bestätigte ein Waymo-Sprecher den Vorfall. Das Fahrzeug habe angehalten, weil ein "Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen unter Verwendung einer Schusswaffe" festgestellt wurde. Das Unternehmen arbeite vollumfänglich mit der Polizei zusammen.
Waymo-Robotaxis sind mit Innenraumkameras ausgestattet. Diese dienen hauptsächlich der Kontrolle der Fahrgastregeln, etwa der Anschnallpflicht. Auch verlorene Gegenstände können so wiedergefunden und die Sauberkeit überprüft werden. Die Kameras werden laut Waymo nicht durchgehend von Mitarbeitern beobachtet, die Aufnahmen laufen im Hintergrund.
Das Waymo-System nutzt künstliche Intelligenz bei der Innenraumüberwachung. So wurde offenbar auch die Schusswaffe erkannt. Ende 2027 will Waymo den Betrieb in München aufnehmen - auch dort dürfte die KI-gestützte Überwachung zum Einsatz kommen.