Sind Maschinen die besseren Autofahrer? Diese Frage entscheidet über die Zukunft des Straßenverkehrs. Eine unabhängige Analyse aus den USA liefert dazu jetzt beeindruckende Zahlen.
Das Insurance Institute for Highway Safety wertete rund 50 Millionen Kilometer aus, die Waymo-Robotaxis zwischen 2021 und 2024 in amerikanischen Städten zurücklegten. Das Ergebnis: Die selbstfahrenden Autos waren pro Kilometer um 68 Prozent weniger Unfälle verwickelt als menschliche Fahrer.
Wie es bei Forschung und Wissen heißt, war der Vorteil bei schweren Fällen noch deutlicher. An Verletzungsunfällen waren die Robotaxis 81 Prozent seltener beteiligt, an Alleinunfällen sogar 85 Prozent.
Die untersuchten Fahrzeuge erreichen die Automatisierungsstufe vier. Das bedeutet: Sie fahren in klar abgegrenzten, digital kartierten Stadtgebieten völlig eigenständig, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzt. Möglich wird das durch Kameras, Radar und Lidar, ein Verfahren, das die Umgebung mit Laserimpulsen dreidimensional vermisst.
Die Forscher weisen aber selbst auf wichtige Einschränkungen hin. So fahren die Robotaxis nicht auf Autobahnen und bewegen sich überwiegend auf Stadtstraßen mit niedrigem Tempo. Die Hälfte der Kilometer wurde zudem ohne Fahrgäste zurückgelegt.
Der Vergleich mit dem Durchschnitt aller menschlichen Fahrer schließt auch abgelenkte oder alkoholisierte Personen ein. Trotz aller Vorbehalte zeigen die Zahlen aber, dass fahrerlose Autos den Straßenverkehr bereits jetzt sicherer machen können.