Die Technik-Messe IFA in Berlin zeigt heuer so viele humanoide Roboter wie nie zuvor. Besonders spektakulär: Boxkämpfe zwischen Robotern des chinesischen Herstellers Unitree Robotics - dem weltweit größten Produzenten humanoider Roboter.
Doch die Kämpfe haben eine gewisse Komik: Die beiden Roboter laufen sehenden Auges aneinander vorbei auf der Suche nach dem Gegner. Häufig standen sich die beiden im Ring direkt gegenüber, um dann mit einer eleganten Bewegung genau in die Richtung zu schlagen oder zu treten, in der der Gegner gerade nicht stand.
Wie heise.de berichtet, zeigt sich bei den humanoiden Robotern deutlich, dass sie nicht wirklich intelligent sind. Sie spulen in den meisten Fällen vorprogrammierte Routinen ab - ob beim Tanzen, Kistenheben oder eben beim Boxen.
Neben den Kampfrobotern präsentiert die IFA auch kleine digitale Begleiter für Kinder. Diese sogenannten "Companions" sollen eine Art Kindersitter sein: Geschichten vorlesen, Gemüter beruhigen oder sogar bei ADHS und Autismus helfen. Ein 70 Zentimeter kleiner Humanoider von Zeroth kann etwa ein Buch erkennen und vorlesen.
Allerdings gibt es auch Bedenken: Die Roboter kommunizieren per KI-Sprachmodell. Obwohl chinesische Anbieter versichern, dass Daten das Gerät nicht verlassen, müssen die Sprachdaten zwangsläufig in der Cloud verarbeitet werden - denn in den kleinen Begleitern stecken keine KI-Server.
Andere Roboter auf Rollen sollen pflegerische Aufgaben übernehmen: Sie können zum Beispiel erkennen, wenn jemand gestürzt ist, und selbstständig den Notdienst rufen. Da sich die Geräte durch die Wohnung bewegen, bleibt die Überwachung nicht auf einen Raum begrenzt - vorausgesetzt, alle Türen stehen offen.