Soldaten werden knapp

Roboter steuern jetzt Kriegsschiffe

Südkorea lässt erstmals einen humanoiden Roboter ein Kriegsschiff steuern. Auch China und Deutschland setzen zunehmend auf Maschinen.
Newsdesk Heute
20.09.2026, 12:08
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Die südkoreanische Marine setzt erstmals einen humanoiden Roboter am Steuer eines Kriegsschiffs ein – vorerst noch im Simulator.

Der rund 1,60 Meter große und 65 Kilogramm schwere Roboter namens Pibot kann Instrumente erkennen, Seekarten lesen und Kommandos ausführen, die sonst ein Steuermann übernehmen müsste.

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Entwickelt wurde der Humanoide von einem Forscherteam des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST). Die Idee dahinter ist einfach: Warum die gesamte Umgebung auf Roboter umrüsten, wenn sich eine Maschine bauen lässt, die sich in einer für Menschen gemachten Umgebung zurechtfindet?

Hinter dem militärischen Interesse an dieser Technik steckt ein drängendes Problem, meldet N-TV: Dem Militär fehlt der Nachwuchs.

In Südkorea ist die Personalstärke der Streitkräfte seit Anfang der 2000er Jahre von rund 690.000 auf etwa 450.000 geschrumpft. Die Zahl der 20-Jährigen in der Armee sank zwischen 2019 und 2025 um rund 30 Prozent.

Österreich investiert in KI- und Cyber-Systeme

Das Nachwuchsproblem betrifft längst nicht nur Südkorea. Auch dem österreichischen Bundesheer fehlen aktive Soldaten, insbesondere mit Blick auf eine drohende Pensionierungswelle der geburtenstarken Jahrgänge.

China erforscht derweil humanoide Roboter für den Häuserkampf – in fünf bis zehn Jahren könnte diese Technik bereits verfügbar sein.

Für Österreich gilt: Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat bekräftigt, dass sich das österreichische Bundesheer dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nicht verschließen kann und plant gezielte Investitionen für den Ausbau modernster Technologien, darunter auch KI- und Cyber-Systeme.

Roboter vorerst keine Kampfmaschinen

Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München hält den Einsatz humanoider Roboter bei der Bundeswehr innerhalb der nächsten zehn Jahre für realistisch – etwa in der Logistik, bei der Kampfmittelräumung, im Wachdienst oder bei der Bergung von Verwundeten. Kampfmaschinen werden diese Roboter vorerst nicht sein.

red,20.09.2026, 12:08