"Roccat Elo 7.1" Test: Superhuman Hearing Air vs. USB

Das deutsche Unternehmen Roccat hat mit der Elo-Serie drei neue Gaming-Headsets auf den Markt gebracht. Wir haben zwei davon für euch getestet.

Das Elo 7.1 Air und das Elo 7.1 USB unterscheiden sich durch einen wesentlichen Punkt vom Elo X Stereo. Während die ersten beiden Headsets für einen Surround-Sound aus sieben unterschiedlichen Richtungen sorgen, ist der Sound bei der Roccat Elo X Stereo nur aus nur zwei Quellen wahrzunehmen. Für unseren Test haben wir die beiden Headsets mit der 7.1 Technologie nun genauer unter die Lupe genommen.

Während das Elo 7.1 Air für 99,99 Euro im Roccat-Onlineshop erhältlich ist, kann das Elo 7.1 USB schon für 69,99 Euro erworben werden. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Headsets kaum voneinander. In unserem Härtetest gibts es allerdings einige Pros und Kontras, die es uns schwer gemacht haben, einen Favoriten auszuwählen.

Tragegefühl der Headsets

Beide Headsets kommen mit einem selbstregulierenden Rahmen daher, der sich beim Aufsetzen selbstständig an die Kopfgröße anpasst und nicht mehr manuell eingestellt werden muss. Auch die Polsterung am Bügel und an den Ohrmuscheln tragen zu einer komfortablen Nutzung bei, denn auch nach mehreren Stunden drückt das Headset weder an den Ohren, noch am Kopf selbst.

Die Ohrpölster fühlen sich sehr weich und wertig an und isolieren die Ohren sehr gut. Geräusche wie Bürolärm oder ein eingeschalteter Fernseher können somit komplett ausgeblendet werden. Ein besonderes Merkmal soll auch der Brillenträger-Modus sein: Der Rahmen der Kopfhörer soll dabei nicht an die Bügel der Brille drücken und so für ein angenehmes Tragegefühl sorgen. Allerdings konnten wir das als Nicht-Brillenträger nicht testen.

Sound- und Sprachqualität

Nach unzähligen Spielstunden konnten wir aber mehrere Unterschiede zwischen der Elo 7.1 Air und der Elo 7.1 USB ausmachen: Die Sprach- und Soundqualität lassen bei dem kabellosen Produkt stark nach, während beides bei dem Headset mit USB-Anschluss sehr präzise ist.

Beide Kopfhörer verfügen über die Superhuman Hearing-Technologie von Turtlebeach, wodurch wichtige Geräusche in einem hitzigen Gefecht wahrgenommen werden können und über Sieg oder Niederlage entscheiden. Schritte von heranschleichenden Feinden, das Geräusch von nachladenden Waffen oder herannahenden Fahrzeugen sind durch die Technologie und durch den 7.1 Surround-Sound sofort aus der richtigen Richtung auzumachen.

Elo 7.1 Air Ladezeiten

Ein weiterer wesentlicher Punkt sind die Ladezeiten beim kabellosen Elo 7.1 Air. Obwohl Roccat mit einem 24-Stunden-Akku für über eine Woche Spielzeit wirbt, ist das Headset für Heavy User nicht geeignet. Während einem "Call of Duty"-Marathon mussten wir den Kopfhörer jeden zweiten Tag aufladen, um es ohne Probleme benutzen zu können.

Das Laden selbst geht allerdings schnell. Innerhalb weniger Stunden ist das Headset vollständig aufgeladen. Einen visuellen Effekt für das vollständige Aufladen gibt es aber nicht: Mit dem Roccat Swarm Programm lässt sich zwar nachverfolgen, ob die Elo 7.1 Air schon aufgeladen ist, allerdings gibt es nur eine Anzeige für 50 oder 100 Prozent.

Ob das Headset fast leer ist, erkennt man an einem akustischen Signal, aber so richtig davor gewarnt haben wir uns nicht gefühlt. Zwar lässt der Ton erkennen, dass der Kopfhörer bald wieder Mal angeschlossen werden sollte, allerdings ist uns das nicht immer aufgefallen, was zur Folge hatte, dass wir während dem Spielen nicht mehr kommunizieren konnten.

Fazit

Heavy User sind mit der Elo 7.1 USB besser beraten: Die Sound- und Sprachqualität ist um einiges präziser und die Akkulaufzeit muss hierbei nicht beachtet werden. Casual Gamer haben mit dem kabellosen Headset aber bestimmt mehr Freude. Zwar kann die Elo 7.1 Air nicht alleine mit dem Ladekabel benutzt werden, denn der USB-Dongle muss auch gleichzeitig am PC angesteckt sein. Wer das aber in Kauf nimmt, hat hier absolute Freiheit und kann sich bequem mit dem kabellosen Headset im Raum bewegen. Die Reichweite dazu ist relativ groß.

Auch in Verbindung mit der PlayStation 4, die sich in der Regel außerhalb einer handelsüblichen Kabel-Reichweite befindet, ist die kabellose Variante zu empfehlen. Der Dongle wurde sofort nach dem Einstecken in das Gerät erkannt und war somit auch einsatzbereit.

Der Tragekomfort ist bei beiden Headsets unglaublich bequem und die Verarbeitung ist qualitativ sehr hochwertig. Mit beiden Produkten können Gamer ihre Freude haben, allerdings sollten Heavy User und Casual Gamer überlegen, zu welcher Variante sie greifen.

Rhea Schlager ist "Heute"-Redakteurin und bloggt auf r[h]ealized. Ihre privaten Leidenschaften rund um Videospiele, Literatur und Häkeln sind die Hauptthemen ihres Blogs.

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