Bereits nach dem ersten von vier Läufen ist der 33-Jährige, der schon in den Trainingsläufen mit der Bahn in Yanqing zurecht kam, auf dem zweiten Platz gelegen, 47 Tausendstel hinter dem Deutschen Johannes Ludwig.
Im zweiten Lauf konnte Kindl am Samstag den Rückstand noch schrumpfen, liegt zur Halbzeit der olympischen Titelkämpfe 0,039 Sekunden hinter Ludwig. Damit zeichnet sich am Sonntag ein Zweikampf um die Goldmedaille ab. Denn der drittplatzierte Italiener Dominik Fischnaller hat mit einem Rückstand von 0,304 Sekunden auf Platz eins bereits einen Respektabstand.
"Speziell mit dem ersten Lauf bin ich sehr zufrieden. Das war einer der besten Läufe, die ich hier gezeigt habe. Im zweiten Lauf habe ich den Wind stärker gespürt", erklärte Kindl seine Fahrt. Und gab sich für den Sonntag bereits kämpferisch: "Der Abstand ist klein, das Rennen wird spannend. Momentan bin ich relaxed. Das Selbstvertrauen habe ich mir in den Trainings geholt", meinte der 33-Jährige weiter.
Der Halbzeit-Führende Ludwig konterte derweil: "Ich würde mir den Abstand ein wenig größer wünschen, sehe in jedem Lauf kleine Fehler, die mich nicht 100 Prozent zufrieden stimmen. Aber ich werde noch einmal analysieren, um die Lücke noch weiter aufzumachen."
David Gleirscher, 2018 in Pyeongchang noch Sensations-Olympiasieger, liegt zur Halbzeit auf dem achten Rang (+1,146). Bruder Nico Gleirscher musste sich nach zwei verkorksten Läufen mit Rang 21 (+2,960) zufrieden geben.
Die entscheidenden beiden Läufe finden am Sonntag (12.30 Uhr und 14.15 Uhr) statt.