Niederösterreich

Rohstoff-Knappheit! Fiebersaft für Kids nicht lieferbar

Apotheken in NÖ berichten über Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten. Vor allem beim flüssigen Paracetamol scheint es Engpässe zu geben.

Tanja Horaczek
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Fiebersäfte mit dem Wirkstoff Paracetamol sind derzeit schwer zu bekommen.
Fiebersäfte mit dem Wirkstoff Paracetamol sind derzeit schwer zu bekommen.
Privat

Eine Mutter aus dem Bezirk Waidhofen/Ybbs ist verzweifelt: Sie wollte aus der Apotheke einen Fiebersaft für ihr krankes Kind holen, doch dieser war nicht verfügbar. "Die Apothekerin teilte mir mit, dass es zu Lieferschwierigkeiten gekommen ist", berichtet die Frau.

Über Engpässe bei bestimmten Lebensmitteln oder anderen Waren klagt der Handel seit dem Beginn der Pandemie oder des Krieges in der Ukraine schon länger. Jetzt kommt es auch laut Infos zu Rohstoffknappheit bei Medikamenten. Vor allem betroffen ist der Paracetamol-Saft für Kinder, aber auch Zäpfchen.

Der Fiebersaft ist derzeit nicht lieferbar.
Der Fiebersaft ist derzeit nicht lieferbar.
Screenshot

Einstellung der Produktion

Für die Engpässe gibt es mehrere Gründe: Laut Infos hängen die Engpässe mit einer "kurzfristig extrem gestiegenen Nachfrage" zusammen. Diese könnte mit Corona zu tun haben. Eine andere Ursache sind die gestiegenen Rohstoffpreise.

Das zuständige Unternehmen will sogar die Produktion des nicht lieferbaren Paracetamol-Saftes einstellen. Denn im Gegensatz zu Tabletten sind die sogenannten Suspensionen aufwändiger herzustellen.

Alternativen zum Paracetamol-Saft sind verfügbar, sollten aber vorher mit dem Kinderarzt abgeklärt werden. Auch in Apotheken kann man einen Paracetamol-Saft herstellen lassen. Die Lieferschwierigkeiten sollten bis Juni behoben sein. Die Mutter aus Waidhofen/Ybbs griff auch zu einem anderen Saft, damit ihr Kind bald wieder gesund wird.