Rollstuhlfahrer (42) klagt jetzt seine Bank in Linz

Ein Rollstuhlfahrer (42) aus Linz klagt die Bank.
Ein Rollstuhlfahrer (42) aus Linz klagt die Bank.Bild: Hello Bank
Weil seine Bank nicht barrierefrei erreichbar ist, klagt ein Rollstuhlfahrer nun die Filiale der "Hello Bank" am Linzer Volksgarten.

Drei Stufen mit rund einem halben Meter Höhe gilt es zu überwinden, um in die Filiale am Linzer Volksgarten zu gelangen. Eine unüberwindbare Hürde für einen Linzer Rollstuhlfahrer.

Als er einen größeren Geldbetrag abheben wollte, sei er nur mit fremder Hilfe ins Gebäude gelangt, so der Mann.

Sowohl die Bank als auch die Hausbesitzerinnen wollen baulich nichts ändern, lautet der Vorwurf. Nachdem ein Schlichtungsverfahren gescheitert ist, hat der 42-jährige Software-Entwickler geklagt.

Eine Begehung mit dem Linzer Behindertenkoordinator habe ergeben, dass ein barrierefreier Zugang nicht realisierbar sei, rechtfertigt sich der Vorstand der Bank mit Hauptsitz in Salzburg.

Treppenlift kann nicht eingebaut werden

Die räumlichen Verhältnisse seien derart begrenzt, dass kein Treppenlift eingebaut werden könne. Auch die Bank sei nur Mieterin.

Die Bank habe zwar für den Kunden im Rollstuhl eine Glocke anbringen lassen. Doch der 42-Jährige gab an, diese gar nicht zu erreichen.

Nun muss das Bezirksgericht darüber entscheiden, ob ein Verstoß gegen das Behinderten-Gleichstellungsgesetz vorliegt. Dafür wurde bei einem Bausachverständigen ein Gutachten in Auftrag gegeben. Im Herbst könnte ein Urteil ergehen.



(mip)

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