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Rollstuhlfahrer demonstriert wegen Öffi-Preisen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:24

Ein Rollstuhlfahrer demonstrierte am Dienstag in der Wiener City gegen die Öffi-Preise für körperlich eingeschränkte Fahrgäste. Ihm stößt sauer auf, dass es in Wien keine Ermäßigung für alle Menschen mit Behinderung gibt.

Der Demonstrant machte mit einem am Rollstuhl montierten Schild vor der Staatsoper auf sein Anliegen aufmerksam. Auf diesem stand: "Nur in Wien gibt es bei Öffis keine Ermäßigung für alle Menschen mit Behinderung!?"
Tatsächlich sind die Preise für behinderte Fahrgäste in Wien in den Tarifbestimmungen des Verkehrsbund Ost-Region (VOR) geregelt. Als Menschen mit Behinderung "im tariflichen Sinn" gelten demnach nur folgende Personen:

Personen, die eine erhöhte Familienbeihilfe gemäß § 8 Abs. 4 und 7 des Familienlastenausgleichsgesetzes beziehen, sofern bei ihnen ein Grad der Behinderung von mindestens 70 % oder die voraussichtlich dauernde Selbsterhaltungsunfähigkeit festgestellt wurde
Bezieher eines Pflegegeldes oder einer vergleichbaren Leistung aufgrund bundes- oder landesgesetzlicher Vorschriften
Bezieher einer Versehrtenrente nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70 %
Versorgungsberechtigte nach dem Heeresversorgungsgesetz ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 70 %
Begünstigte Behinderte im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes ab einem Grad der Behinderung von 70 %.

Im Behindertenpass muss der Grad der Behinderung von mindestens 70 Prozent vermerkt oder der Hinweis "Der Inhaber/die Inhaberin des Passes kann die Fahrpreisermäßigung nach dem Bundesbehindertengesetz in Anspruch nehmen" vorhanden sein. Die Begleitperson oder der Assistenzhund werden unentgeltlich transportiert, wenn im Behindertenpass dementsprechende Vermerke vorgenommen worden sind.

Behinderte Fahrgäste mit einem Mobilpass der Stadt Wien zahlen für eine Einzelfahrkarte in Wien 1.10 Euro (bzw. 1.20 Euro in Wiener Linien-Fahrzeugen) oder 17 Euro für eine Monatskarte.

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