Was für viele wie ein extremer Lifestyle wirkt, begann für den ehemaligen "Mister Austria" Roman Schindler aus reiner Neugier. Er wollte wissen, wie weit sich der menschliche Körper formen lässt und machte sich selbst zum Experiment.
"Ich habe mich fast vier Jahre darauf vorbereitet. Es war immer ein Ziel von mir, das einmal auszuprobieren", erzählt Schindler im Gespräch mit "Heute". Als Personal Trainer hat ihn schon immer fasziniert, wie sich der Körper durch Training und Ernährung verändern lässt. "Ich wollte an mir selbst ausprobieren, wie ich meinen eigenen Körper formen kann."
Der Einsatz hat sich gelohnt. Bei seiner ersten Bodybuilding-Saison holte Schindler am 25. April in den Niederlanden auf Anhieb den ersten Platz in der Kategorie "Men's Sports Model". Wenige Wochen später folgte in Budapest bereits der nächste Erfolg mit Rang zwei.
Dabei steckt hinter dem perfekten Bühnenkörper weit mehr als nur tägliches Training. "Diese Phase der Diät bedeutet schon viel Disziplin", sagt der Athlet. Neben intensiven Workouts seien auch Schlaf, Regeneration und Stressmanagement entscheidend. Besonders wichtig ist ihm dabei ein Punkt: "Alles im natürlichen Bereich, also ohne irgendwelche Hilfsmittel."
Kurz vor den Wettkämpfen wird dann sogar beim Salz genau gerechnet. "Man muss die Woche davor etwas mehr Salz zu sich nehmen, damit die Venen besser rauskommen", erklärt er. Dazu kommt die für Bodybuilding-Shows typische dunkle Wettkampfbräune, die die Muskeln auf der Bühne noch stärker zur Geltung bringt.
Nach Gold und Silber wartet nun das große Ziel: die Weltmeisterschaft am 19. Juni in Budapest. Dort möchte Schindler seine bisherige Erfolgsserie fortsetzen. "Das wäre ganz cool, wenn man da vielleicht einen Titel mit nach Hause nimmt", sagt er bescheiden. Nach vier Jahren Vorbereitung dürfte dieser Traum jedenfalls alles andere als unrealistisch sein.