"Rassismus ist keine unserer Nebenwirkungen"

Nach ihrem rassistischen Tweet redete sich Roseanne auf Medikamente aus, die sie genommen hätte. Jetzt watscht sie das Pharma-Unternehmen ab.

Eine Afro-Amerikanerin mit einem Affen zu vergleichen geht nicht. Gar nicht. Auch nicht, wenn du Roseanne Barr bist, gerade eine Sendung mit guten Quoten im TV hast und mitten in der Nacht deine Finger mit dir auf Twitter durchgehen.

Disney zog Notbremse

Die Konsequenzen kamen schnell und waren hart. ABC, der Sender auf dem die neuen Folgen von "Roseanne" laufen, gehört zum Disney-Konzern und zog wenige Stunden nach dem Tweet die Notbremse. Das erfolgreiche "Roseanne"-Reboot wird abgesetzt.

Kollegen distanzieren sich

Sara Gilbert, die in "Roseanne" Tochter Darlene spielt, meldete sich zu Wort und stellte klar, dass, was einzelne (aka Roseanne) sagen, nicht die Meinung des restlichen Casts widerspiegelt.

Roseanne: Schlafmittel ist schuld

Roseanne entschuldigte sich zuerst, redete sich später aber darauf heraus, dass das Schlafmittel "Ambien" schuld an ihrem verbalen Ausrutscher sei.

"Rassismus ist nicht unter Nebenwirkungen"

Blöde Ausrede? Fand auch der Pharma-Riese Sanofi, der das Schlafmittel herstellt und watschte die 65-Jährige Schauspielerin und Komikerin verbal ab: "Leute aller Rassen, Religionen und Nationalitäten arbeiten jeden Tag für Sanofi, um das Leben von Leuten überall auf der Welt zu verbessern. Während alle pharmazeutischen Produkte Nebenwirkungen haben, fällt Rassismus nicht unter die Nebenwirkungen von Sanofi-Produkten", teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Roseanne: "Wusste nicht, dass sie schwarz ist"

Bevor Roseanne versuchte, Sanofi die Schuld in die Schuhe zu schieben, behauptete sie übrigens auch, sie habe nicht gewusst, dass Valerie Jarrett (Barack Obamas Ex-Beraterin, die von Roseanne beschimpft wurde, Anm.) schwarz sei. Sie habe geglaubt, sie sei Jüdin. (lam)

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