Skispringerin Eva Pinkelnig bei den Frauen und Rad-Ass Felix Gall bei den Männern erhielten den "Niki" als Sportlerin und Sportler des Jahres, wurden von hunderten geladenen Gästen in der Wiener Stadthalle gebührend gefeiert. Außerdem ausgezeichnet, aber nicht anwesend, weil das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien am Freitagabend auf dem Programm steht, wurde Österreichs Fußball-Nationalmannschaft als Team des Jahres.
Gerhard Berger, Annemarie Moser-Pröll, Hans Krankl oder Franz Klammer – die geballte heimische Sport-Prominenz war im Saal versammelt. Im Gegensatz zu großen sportlichen Höhepunkten war die von Mirjam Weichselbraun und Rainer Pariasek moderierte Gala jedoch kein Straßenfeger, wie ein ernüchternder Blick auf die TV-Einschaltquoten zeigt.
Im Schnitt verfolgten gerade einmal 220.000 Menschen die Liveübertragung in ORF 1, das ergibt einen mageren Marktanteil von gerade einmal neun Prozent. Und das, obwohl sich die TV-Konkurrenz im Rahmen gehalten hat. Noch ernüchternd war die Übertragung vom sogenannten "Golden Carpet" unmittelbar vor dem Start der Live-Show, die Übertragung sahen nur 50.000 Menschen, was einen Marktanteil von lediglich zwei Prozent bedeutet. Immerhin lief hier die ZIB1 als direkte Konkurrenz auf ORF 2, hatte eine Zuschauerzahl von 1,067 Millionen Menschen.
Die Sporthilfe-Gala sah dann auch im direkten TV-Vergleich mit ORF 2 nicht gerade gut aus. Da schalteten bei den "Rosenheim Cops" nämlich 781.000 Menschen ein, was einen Marktanteil von 31 Prozent bedeutet – mehr als dreimal so viel wie bei der traditionellen Sport-Gala.
Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein leichtes Plus. 2022 sahen schließlich bloß 192.000 Menschen zu, als Österreichs Sportlerin und Sportler des Jahres gekürt wurden. Damals lief aber auch zeitgleich der 1:0-Erfolg von Red Bull Salzburg gegen Dinamo Zagreb in der Champions League auf Servus TV.