Szene

Rosenkriegsdrama mit Julianne Moore

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:01

Es ist eigentlich banal, aber die Kinder sind die Leidtragenden, wenn Eltern sich trennen und dabei in erster Linie an sich denken. Dies ist keine sensationell neue Erkenntnis, sie wurde jedoch lange nicht mehr filmisch so brillant adaptiert wie im Rosenkriegsdrama "Das Glück der großen Dinge".

Es ist eigentlich banal, aber die Kinder sind die Leidtragenden, wenn Eltern sich trennen und dabei in erster Linie an sich denken. Dies ist keine sensationell neue Erkenntnis, sie wurde jedoch lange nicht mehr filmisch so brillant adaptiert wie im Rosenkriegsdrama .

Erzählt wird es konsequenter aus der Perspektive der sechsjährigen Maisie (Onata Aprile). Ihre Eltern sind die erfolgreiche Rocksängerin Susanna  (Julianne Moore)  sowie der nicht ganz so erfolgreiche Kunsthändler Beale (Steve Coogan). Als beide sich trennen, geht der Krieg ums Sorgerecht los.

Beale wandelt daher seine Affäre mit Maisies Kindermädchen Margo (Joanna Vanderham) in eine Ehe um, was Susanna nachziehen lässt, indem sie den Barkeeper Lincoln (Alexander Skarsgård) heiratet. Nun wird Maisie im Zehntageswechsel zwischen beiden hin- und hergeschoben, was in den seltensten Fällen reibungslos klappt.

Die junge Onata Aprile ist der große Glücksfall dieses Scheidungsdramas: Die zunehmende Traurigkeit, mit der sie das immer lächerlicher werdende Verhalten ihrer Eltern fast teilnahmslos erträgt und immer wieder das kleine Glück im großen Unglück sucht, wird auf ihrem Gesicht greifbar.

Auch dank des tollen Ensembles liefern die Regisseure Scott McGehee und David Siegel basierend auf der Romanvorlage von Henry James eine herzerweichend schöne, humorvolle und auch ein ganz klein wenig kitschige Arbeit ab. Es erwartet einen das große Kino-Glück in Form eines kleinen, aber feinen Films.

Kinostart in den heimischen Kinos ist am 12. Juli 2013

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