Österreich

Rotenturmstraße soll Begegnungszone werden

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:44

Seit Jahren ist die Neugestaltung des Schwedenplatzes in Wien im Gespräch. 2019 soll sich endlich was tun – und auch gleich die Rotenturmstraße zur Begegnungszone werden.

"Mein Vorschlag ist, die Umwandlung der Rotenturmstraße in eine Begegnungszone jetzt anzugehen – in einem Zug mit dem Umbau des Schwedenplatzes", zitiert der "Kurier" Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne). Etwa 60.000 Fußgängern und nur rund 3.000 Autofahrer würden die Einbahn in Richtung Schwedenplatz innerhalb von 24 Stunden frequentieren – das habe eine aktuelle Zählung ergeben. Somit würde sich die City-Straße für eine Begegnungszone nach dem Vorbild der Mariahilfer Straße gut eignen, so die Grüne.

25 Parkplätze würden wegfallen

Vassilakous Plan: Die Rotenturmstraße soll zu einer Gastro- und Einkaufsmeile werden. Wie auch auf der MaHü, sollen Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigt und ohne Trennung zwischen Gehsteig und Fahrspur die Straße nutzen können. Taxistandplätze und Ladezonen würden separat eingezeichnet werden, so die Idee. 25 Parkplätze würden dem Umbau zur 400 Meter langen Begegnungszone zum Opfer fallen, rechnet Vassilakou.

Die Details sollen kommende Woche mit Vertretern der Wirtschaftskammer und den lokalen Geschäftstreibenden besprochen werden. „Es geht darum, zu einem Konsens und einem Neugestaltungskonzept zu kommen, das alle mittragen", so Vassilakous. Auch Innenstadt-Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) habe "ein entscheidendes Wort" mitzureden, betont die Vize-Stadtchefin.

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FPÖ: "Nächste Autofahrer- und Wirtschaftsschikane"

"Das Desaster auf der Mariahilfer Straße scheint für die Leider noch-Verkehrsstadträtin wohl nicht genug zu sein", so Toni Mahdalik, Verkehrssprecher und Klubobmann der Wiener FPÖ, zu den Plänen. "Es ist kein Geheimnis, dass die Verkehrspolitik der Grünen Autofahrer ganz klar zum Feind erklärt hat. Mit der Schaffung einer weiteren Begegnungszone besteht die Gefahr, dass Autos schrittweise aus der Innenstadt verdrängt werden", befürchtet Mahdalik.

SPÖ will Begegnungszone "Besser heute als morgen"

"14 Millionen Menschen gehen Jahr für Jahr die Rotenturmstraße entlang, die Menschen steigen sich dort gegenseitig auf die Zehen. Es braucht dort dringend mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger. Eine Begegnungszone in der Rotenturmstraße habe ich lieber heute als morgen", betont die designierte Bezirksvorsteher-Stellvertreterin in der Inneren Stadt, Mireille Ngosso (SPÖ). Bereits Anfang 2015 habe sich die SPÖ Innere Stadt für eine derartige Maßnahme ausgesprochen, wobei aber das Gesamtensemble miteinbezogen werden solle: "Wer Rotenturmstraße sagt, muss auch Schwedenplatz sagen", so der SPÖ-Bezirksparteivorsitzende der Inneren Stadt, Georg Niedermühlbichler.

(ck)

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