Mehr als 60.000 Patienten werden jährlich im AKH Wien stationär behandelt. Für die meisten ist es eine schwierige Situation: Zur Krankheit selbst kommen die ungewohnte Umgebung, Sorgen und Ängste. Umso wichtiger ist es dann, Menschen um sich zu haben, mit denen die Gedanken geteilt werden können.
Doch nicht jeder hat Familie oder Freunde, die am Krankenbett sitzen. Diese Lücke füllt nun das Wiener Rote Kreuz, das im AKH einen freiwilligen Besuchsdienst anbietet. Patienten diverser Stationen wie beispielsweise der Unfallchirurgie, Kardiologie oder Neurologie können das Angebot kostenlos in Anspruch nehmen.
Die freiwilligen Mitarbeiter vermitteln durch Gespräche und Zuwendung Aufmerksamkeit. Durch den Austausch und Dialog, Vorlesen von Büchern und Zeitschriften, Spaziergänge oder gemeinsame Spielaktivitäten lockern sie den Aufenthalt auf und haben ein offenes Ohr für die Anliegen. Auf Wunsch begleiten sie die Patienten auch zu Untersuchungen. Das Projekt ist vorerst für ein Jahr geplant, die Freiwilligen werden eigens geschult.
Das Projekt sei gestartet worden, um Patienten, die keine Angehörigen mehr haben den Spitalsaufenthalt möglichst angenehm zu gestalten, so Manuel Kristler, interimistischer Pflegedienst-Direktor, und andererseits den Pflegemitarbeitern die Fokussierung auf hochspezialisierte Tätigkeiten zu ermöglichen. "Die positiven Reaktionen von Patienten und Pflegekräften machen den Besuchsdienst zu einer besonders sinnstiftenden Tätigkeit für unsere freiwilligen Mitarbeiter“ freut sich Isabella Pajpach, Leitung des Projekts beim Wiener Roten Kreuz.