Die "Harry Potter"-Schöpferin J.K. Rowling hat einen neuen Aufsatz veröffentlicht, in dem sie ihre kritischen Ansichten zum Transaktivismus erneuert. Ihre Überzeugungen hätten sich nicht verändert, die Umstände jedoch schon, schreibt die 60-Jährige.
In dem Essay kritisiert sie, dass ein Mann, der sich als Frau bezeichnet, nach der vorherrschenden Strömung des Transaktivismus "buchstäblich eine Frau" sei und überall als solche behandelt werden müsse – auch in Umkleiden, bei Preisen für Frauen und im Strafvollzug.
Laut RTL.de räumt Rowling allerdings ein, dass es "zweifellos" schutzbedürftige Transpersonen gebe. Eine Benachteiligung bei der Wohnungs- oder Jobsuche lehne sie ab. Den aktuellen Transaktivismus bezeichnet sie als "durch und durch elitär".
Die Autorin berichtet von einer Flut an Mord-, Vergewaltigungs- und Folterdrohungen gegen sie. Dennoch werde sie sich "weiterhin zu Wort melden" und ihr Geld einsetzen, um Frauen zu helfen.
Die Hauptdarsteller der "Harry Potter"-Filme – Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint – haben sich bereits vor Jahren von Rowling distanziert. Radcliffe schrieb damals in einem offenen Brief: "Wir sollten Transgender-Personen nicht für ungültig erklären." Grint betonte: "Transfrauen sind Frauen. Transmänner sind Männer."