Seit 2012 fertigte das Unternehmen Red Rebane in Schwerin hochwertige Taschen und Rucksäcke. Besonders Wander- und Fahrradrucksäcke der Marke waren auch über die Grenzen Deutschlands hinaus geschätzt.
Am 1. August 2026 eröffnete das Amtsgericht Schwerin das Insolvenzverfahren. Die Produktion wurde gestoppt, die vier verbliebenen Mitarbeiter verloren ihren Job.
Wie bild.de berichtet, nennt das Unternehmen gestiegene Produktionskosten als Hauptgrund: "Die Herstellung hochwertiger Taschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden."
Höhere Material-, Energie- und Lohnkosten sowie fehlende Fachkräfte belasteten das Unternehmen zusätzlich. "Wir haben neue Mitarbeiter gesucht, Prozesse verändert und Ideen ausprobiert. Am Ende mussten wir jedoch akzeptieren, dass wir unser ursprüngliches Geschäftsmodell nicht mehr fortführen können", heißt es bei Red Rebane.
Wie bild.de unter Berufung auf den "Nordkurier" berichtet, kamen während der Corona-Pandemie zusätzliche Probleme hinzu. Das Unternehmen hatte Stoffmasken für ein Krankenhaus genäht, blieb jedoch darauf sitzen, als die Nachfrage ausblieb. Kredite konnten später nicht zurückgezahlt werden.
Zudem setzten Plagiate dem Betrieb zu. Mitbewerber kopierten Produkte und verkauften sie günstiger. Geschäftsführer Christian Karius: "Wenn du eine gute Idee entwickelst und viel Zeit und Arbeit in ein Produkt investierst, dauert es heute oft nicht lange, bis vergleichbare Lösungen zu deutlich niedrigeren Preisen auf den Markt kommen."
Mit der Kündigung aller Fachkräfte fällt auch der Reparaturservice weg. Die Geschäftsführer wollen aber in anderen Bereichen wie Bootsverdecken und Schutzabdeckungen weiterhin in Deutschland produzieren. Auch die Fahrrad-Ladefläche "Easy-Exo" soll weiter angeboten werden.