Verkehrslärm, Autoabgase und hupende LKW. Mehr als ein Viertel der insgesamt 120.000 Pendler quälen sich täglich durch die Rudolfstraße in Linz-Urfahr. Seit den 1980er Jahren werden Einwohner mit Hinweis auf den Westring vertröstet. Jetzt fordert die Linzer FPÖ, Verkehrsexperten an der Lösung arbeiten zu lassen.
Wer an einem warmen Frühlingstag das Straßenfenster öffnet braucht Gehörschutz! Der tägliche Stau belastet die Einwohner schon seit Jahren, getan wird nichts, empört sich Michael Raml (FPÖ). Maßnahmen wie eine Ausweitung des Halteverbots oder ähnliche Schritte sollen seiner Meinung nach von Experten begutachtet werden. Immerhin: Verkehrsreferent Klaus Luger (SPÖ) kündigte bereits an, mit einer Pförtner-Ampel den täglichen Pendler-Stau vor die Stadteinfahrt zu verlagern. Außerdem soll eine Tempo 30-Beschränkung umgesetzt werden.
Lösungen können aber nur Hand in Hand mit dem Land beschlossen werden - die Rudolfstraße ist eine Bundesstraße, richtet Luger der FPÖ aus. Eine endgültige Verbesserung soll der Bau des Westrings inklusive vierter Donaubrücke und der Ausbau der Mühlkreisbahn bringen.
Apropos Westring: Für Grünen Chefin Gerda Lenger sind die Verweise der Politik auf dieses Autobahnprojekt nichts wert. Außerdem ist die derzeitige Debatte, Pendler aus Linz hinauszubringen, ein Scheingefecht, das am Ziel vorbeiführt: Wir müssen zuerst den öffentlichen Verkehr ausbauen. Jetzt werden lediglich Pendler und Linzer gegenseitig aufgehetzt.Christian Hartl