Der russische Oligarch Dmitriy Zelenow, ehemaliger Milliardär und Mitbegründer des einst größten Immobilienentwicklers Don-Stroy, ist an der französischen Côte d'Azur gestorben. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Baza, ebenso die lokale französische Zeitung "Var Matin".
Der 50-Jährige war demnach am 9. Dezember im Ort Antibes bei Freunden zum Abendessen eingeladen. Er habe die Gruppe nach Mitternacht verlassen und sich auf einer Treppe plötzlich schlecht gefühlt, wie Baza schreibt. Daraufhin sei er über das Treppengeländer gefallen und habe sich dabei den Kopf gestoßen. Zelenow wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er auf die Intensivstation verlegt wurde.
Am frühen Morgen des 10. Dezember informierten französische Polizisten Freunde von Dmitriy über dessen Tod. Der Oligarch soll sich laut der russischen Nachrichtenagentur vor kurzem einer Gefäßoperation aufgrund von Herzproblemen unterzogen haben. Laut der französischen Polizei werde man im Fall ermitteln, um die Todesursache zu klären.
Es ist der neueste in einer Reihe von Todesfällen in der russischen Elite seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine, bei der vermögende, dem Kreml gegenüber meist kritisch eingestellte Oligarchen, unter mysteriösen Umständen sterben. So soll auch Anatoli Geraschenko, der frühere Leiter des Moskauer Luftfahrtinstituts, bei einem Sturz auf einer Treppe verstorben sein.
Der russische Öl-Oligarch Juri Wodonow wurde im Juli 2022 gewaltsam getötet – laut offiziellen Angaben bei einem Streit mit Geschäftspartnern. Doch obwohl Wodonow mit nur einem Kopfschuss getötet worden sein soll, fanden die Ermittler mehrere Patronen.