Russland-Beschwerde: Muss ÖFB-Gegner Trikot wechseln?

Das umstrittene russische Trikot.
Das umstrittene russische Trikot.Picturedesk
Nach der Präsentation des ukrainischen EM-Trikots hat sich der russische Fußballverband nun in einem Beschwerdebrief an die UEFA gewandt. 

Auf den gelben Heimtrikots von Österreichs Vorrundengruppengegner sind die Umrisse der Ukraine abgebildet - einschließlich der umstrittenen Ostukraine und der von Russland annektierten Krim. Außerdem finden sich auf den Trikots die Sprüche "Ruhm für die Ukraine" und "Ruhm für die Helden", die mit der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung in Verbindung gebracht wird. 

Russland beschwert sich

Deswegen beschwerte sich der russische Verband nun offiziell per Brief bei der UEFA. "Wir machen auf die Verwendung von politischen Motiven auf dem Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft aufmerksam, was gegen die Grundprinzipien des UEFA-Ausrüstungsreglements verstößt", hieß es in dem Schreiben. 

Zuvor hatte Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärt, das Trikot würde "das ukrainische Territorium mit der russischen Krim verbinden." Der Politiker Dmitri Swischtschjow meinte bei "RT": "Dann sollten unsere Spieler in Trikots auf den Platz gehen, auf denen die Umrisse des russischen Reiches abgebildet sind, das Polen, die Ukraine und Finnland einschließt." 

UEFA erlaubte Trikot

Muss Österreichs dritter Gruppengegner nun drei Tage vor Beginn der Europameisterschaft die Trikots wechseln? Wohl kaum. Die UEFA hat bereits im Vorfeld bekannt gegeben, dass das ukrainische Trikot in Einklang mit dem Regelwerk steht und deswegen genehmigt worden war. 

Nun muss sich der europäische Fußballverband aber mit dem russischen Beschwerdebrief auseinandersetzen...

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