1993 wurde letztmals in Südafrika gefahren, die Formel 1 hat zuletzt jedoch Bestrebungen unternommen, die Traditionsrennstrecke von Kyalami zurück in die Motorsport-"Königsklasse" zu bringen. "Wir sind eine Weltmeisterschaft und Afrika ist ein Gebiet, in dem wir noch nicht angekommen sind", meinte Formel-1-Boss Stefano Domenicali bereits, erhielt auch immer wieder Unterstützung von Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton.
Das für 2024 angepeilte Comeback ist nun jedoch gestrichen, frühestens 2025 wird Kyalami wieder in den Formel-1-Kalender rücken. Der Grund dafür sollen übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Beziehungen Südafrikas zu Russland sein. Im Mai hatte Reuben Brigety, der US-Botschafter im Land, Südafrika vorgeworfen, Waffen nach Russland zu liefern. Der Diplomat wurde daraufhin ins südafrikanische Außenministerium einbestellt, ruderte danach zurück.
Trotzdem scheint die Angelegenheit für die Formel 1 zu prekär zu sein. Die Rückkehr nach Afrika wurde deshalb gestrichen. Nach dem Beginn der Russland-Invasion in der Ukraine hat die Formel 1 bereits den Großen Preis von Sotschi aus dem Rennkalender genommen.
Das freut vor allem Belgien. Denn dadurch bleibt der Grand Prix in Spa überraschend auch 2024 im Rennkalender. Eigentlich war das zumindest vorübergehende Aus des Rennens auf der Ardennen-Achterbahn bereits besiegelt worden.