"In den vergangenen fünf Tagen hat der Feind mindestens 500 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgefeuert", teilte Selenski am Dienstagabend auf der Internetplattform X (früher Twitter) mit, nachdem er mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak telefoniert hatte. Selenski bedankte sich dort bei Sunak für die Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung.
Die britische Regierung teilte zu dem Gespräch mit, Sunak habe sein Beileid zum Ausdruck gebracht angesichts der ukrainischen Opfer, die bei Russlands "barbarischen Luftangriffen" über die Weihnachtszeit verletzt oder getötet worden seien. Das Vereinigte Königreich werde der Ukraine in ihrem Kampf gegen Aggression und Besatzung im Jahr 2024 und in der weiteren Zukunft weiterhin zur Seite stehen.
Die russische Armee hat bei ihren Angriffen auf die Ukraine versehentlich ein eigenes Dorf bombardiert. Von einem Armeeflugzeug transportierte Munition sei in der Ortschaft Petropawlowka rund 150 Kilometer vor der Grenze zur Ukraine "versehentlich explodiert", erklärte am Dienstag das Verteidigungsministerium in Moskau. Bei dem Zwischenfall sei niemand getötet oder verletzt worden. Es habe aber "Beschädigungen" an sieben Gebäuden gegeben.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Dienstvormittag gegen neun Uhr Ortszeit (sieben Uhr MEZ). Zu dieser Zeit flog die russische Luftwaffe heftige Angriffe auf verschiedene Ziele in der Ukraine. Dabei wurden im Nachbarland nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet und mehr als 90 verletzt.
Nach erneuten massiven russischen Luftangriffen im Nachbarland Ukraine hat Polen nach eigenen Angaben Kampfjets in die Grenzregion entsandt. Zum Schutz des polnischen Luftraums seien "zwei Paare von F-16-Jets sowie ein Tankflugzeug der Verbündeten" im Einsatz, teilte die polnische Armee am Dienstag mit.