Litauen und Schweden haben die russischen Botschafter vorgeladen. Litauen kritisiert das Festhalten eines litauischen Fischerboots und dessen Besatzung, Schweden das Eindringen zweier Militärmaschinen in den schwedischen Luftraum. Vor allem im Baltikum fürchtet man ein Vordringen Russlands.
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Der russische Grenzschutz hielt ein unter litauischer Flagge fahrendes Fischerboot mit einer 28-köpfigen Besatzung in der Barentssee auf. An Bord des Schiffes seien rund 15 Tonnen in Russland gefangene Krabben entdeckt worden, teilte die Behörde am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Grenzschützer hätten die Fischer daran gehindert, in norwegische Hoheitsgewässer zu fahren, hieß es. Das Schiff sollte in die russische Hafenstadt Murmansk geschleppt werden.
Litauen forderte die sofortige Freilassung des Schiffs und der Besatzung, von der drei Männer litauische Staatsbürger sind. Nach Angaben des Außenministeriums in Vilnius hielten sich die Fischer in internationalen Gewässern auf. Russlands Vorgehen verstoße gegen internationale Regeln, kritisierte das Ministerium und zitierte den russischen Botschafter ins Außenamt.
Schweden ärgern sich über Su24-Jets
Auch in Schweden wurde der Botschafter vorgeladen. Laut schwedischem Außenministerium haben am Mittwoch zwei russische Su24-Jets etwa 30 Sekunden lang schwedischen Luftraum südlich der Insel Öland durchflogen, das Gebiet aber verlassen, nachdem ein schwedischer Abfangjäger in die Gegend geschickt worden war.