Russland-Sperre wirkt sich auch auf den Fußball aus

Artjom Dsjuba muss künftig wohl ohne Hymne auskommen.
Artjom Dsjuba muss künftig wohl ohne Hymne auskommen.Bild: imago sportfotodienst

Am Montag entschied die Welt-Anti-Doping-Agentur, dass russische Sportler bis 2023 nur unter neutraler Flagge antreten dürfen. Was bedeutet das für den Fußball?

Knallhartes Urteil der Welt-Anti-Doping-Agentur! Weil ein Moskauer Labor nachweislich Hunderte Blut- und Urin-Proben verfälschte, wird Russland für vier Jahre gesperrt. Sprich: Athleten dürfen bis 2023 nicht unter der weiß-blau-roten, aber unter neutraler Flagge starten. Betroffen sind unter anderem die Olympischen Spiele 2020 in Tokio und 2022 in Peking sowie alle Sportarten, die den WADA-Code unterschrieben haben – auch Fußball, weshalb Russland (voraussichtlich) nicht an der WM-Quali 2022 teilnehmen darf, zumindest nicht als "Sbornaja".

Nicht betroffen sind die EM 2020 und der Spielort St. Petersburg, wo vier Partien angesetzt sind. WADA-Begründung: Einerseits hat sich die UEFA im Gegensatz zur FIFA nicht dem Anti-Doping-Code unterworfen, andererseits handle es sich beim Turnier um "ein regionales/kontinentales" Sportereignis.

Interessant: Auch das Champions-League-Finale 2021 darf St. Petersburg behalten. Andere Großveranstaltungen scheint Russland zu verlieren. Die Rodel-WM 2020, die Volleyball-WM 2022 und die Eishockey-WM 2023 sollen entzogen werden.

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