Fussball

Russland-Star entschuldigt sich für Masturbations-Video

Er ist der Kapitän der russischen Nationalmannschaft. Doch nun hat Artem Dzyuba einen Fehler begangen und muss dafür geradestehen.
11.11.2020, 09:56

Der vorübergehend aus der russischen Sbornaja ausgeschlossene Kapitän Artem Dzyuba hat in einer Videobotschaft Fehler eingeräumt. "Ich bin nicht perfekt, wie jeder beliebige Mensch mache ich Fehler, wir begehen alle Sünden", sagte der 32-Jährige in dem Clip als Reaktion auf ein im Internet verbreitetes Video, das den Stürmer masturbierend zeigt.

Er sei selbst verantwortlich für die Lage. "Ich kann mir nur selbst die Schuld geben", meinte er. Zugleich dankte er jenen, die ihn in der schwierigen Zeit unterstützt hätten.

Während Dzyuba am Sonntag vorübergehend aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen wurde, spielte er weiter für seinen Klub Zenit St. Petersburg. Dort schoss er am Sonntagabend bei der Partie der russischen Premier League auch das Siegtor gegen Krasnodar. Zenits Cheftrainer Sergei Semak hatte ihm zwar für das Spiel die Kapitänsbinde entzogen, sicherte Dzyuba aber zugleich Unterstützung zu.

"Ich denke, dass alle Fehler machen. Für mich sind alle Fußballer wie Kinder. Ich denke, dass kein Elternteil sich von seinem Sohn abwendet. Ich tue von meiner Seite alles, um ihn zu unterstützen", sagte Semak dem Sportportal "Championat.com" zufolge. Das russische Staatsfernsehen startete eine Unterstützungsaktion für Dzyuba.

Er hat selbst Schuld

Zenit-Generaldirektor Alexander Medwedew meinte, dass nun alles von Dzyuba selbst abhänge, aus der schwierigen Situation herauszukommen. "Eine persönliche Angelegenheit des Stürmers ist zum Allgemeingut und zum Gegenstand der öffentlichen Erörterung geworden, was so nicht sein sollte", sagte er der Staatsagentur Tass zufolge.

Dzyuba meinte, dass er hoffe, sein Leben in Würde weiterzuführen. "Ich danke dem Schicksal für die Lektionen, die schmerzhaft und brutal für mich sind, aber ich bin selbst schuld daran."

Die Sbornaja bereitet sich seit Sonntag auf drei Länderspiele vor. Am 12. November hat die Nationalmannschaft ein Freundschaftsspiel in Chisinau gegen Moldau. Am 15. November spielt Russland in der Nations League in Istanbul gegen die Türkei und am 18. November in Belgrad gegen Serbien. Russland ist vor den abschließenden beiden Partien in der Gruppe 3 der Liga B Tabellenführer mit acht Punkten vor Ungarn (7), der Türkei (3) und Serbien (2).

(20 Minuten)

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