Russland verübte auch Hackerangriff in Österreich

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Die Debatte rund um die angeblich russischen Hackerangriffe auf die US-Präsidentschaftswahl hat eine neue Facette bekommen. Wie die Zeitung "USA Today" berichtet, soll Russland auch hinter ähnlichen Attacken auf Wahlen und politische Organisationen in Europa stecken.

Die Debatte rund um die angeblich hat eine neue Facette bekommen. Wie die Zeitung "USA Today" berichtet, soll Russland auch hinter ähnlichen Attacken auf Wahlen und politische Organisationen in Europa stecken.

Cyber-Attacken in der Ukraine, Bulgarien, Estland, Deutschland, Frankreich und Österreich sollen demselben Muster gefolgt sein. Das Ziel: Wahlergebnisse beeinflussen und den Glauben in politische Institutionen und die Demokratie untergraben.

Hackerangriff in Österreich

Auch Österreich ist betroffen: Die Computersysteme der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) mit Sitz in Wien wurden vergangenen November gehackt. Die schwerwiegende Cyber-Attacke wurde von einer Sprecherin bestätigt.

Die Zeitung "Le Monde" zitierte einen westlichen Geheimdienst, der die Attacke der Gruppe "APT28" zuschrieb. Die Gruppe wird mit Russland in Verbindung gebracht. Grund soll die Kritik der OSZE an Russland in Sachen Ukraine-Konflikt gewesen sein.

Weitere Fälle in Europa

"USA Today" listet weitere Hackerangriffe in Europa auf. In Estland sollen die Websites von Regierung, Zeitungen und Banken attackiert worden sein. In der Ukraine versuchten die Hacker, die Parlamentswahlen 2014 zu beeinflussen. Die Sicherheitsdienste in Deutschland beschuldigten Russland 2015, Computer von Bundestagsabgeordneten gehackt und Daten gestohlen zu haben. Regionalwahlen und eine Volksabstimmung in Bulgarien wurden 2015 Opfer einer Hackergruppe, die Russland zugeordnet wird.

In Frankreich attackierte die Hackergruppe "Cyber Caliphate" 2014 den TV-Sender "TV5Monde". Dahinter soll - genauso wie in Österreich - die Gruppe "APT28" stecken. Ebenfalls im Jahr 2014 attackierten Hacker die Warschauer Börse in Polen und mindestens 36 andere Websites. Es wurden Daten gestohlen und Holocaust-Bilder gepostet.

Russland weist US-Bericht zurück

Den aktuellen US-Geheimdienstbericht, wonach Russland für die Hackerangriffe auf die US-Wahl 2015 verantwortlich ist, wies die Regierung in Moskau zurück. Der Bericht sei unprofessionell und ohne Substanz.

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