Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk weiß "von russischen Plänen, diesen Winter den Gas-Transit in Länder der Europäischen Union zu blockieren". Praktische Hilfe und klare Entscheidungen erwartet er sich vom NATO-Gipfel am 4. September. Unterdessen soll ein russischer Militärkonvoi mit 100 Fahrzeugen in die Ukraine eingedrungen sein.
Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk weiß "von russischen Plänen, diesen Winter den Gas-Transit in Länder der Europäischen Union zu blockieren". Praktische Hilfe und klare Entscheidungen erwartet er sich vom NATO-Gipfel am 4. September. Unterdessen soll ein russischer Militärkonvoi mit 100 Fahrzeugen in die Ukraine eingedrungen sein. Ein russischer Soldat gestand Hilfe für die Rebellen.
Laut ukrainischer Armee rollt eine Kolonne aus hundert Fahrzeugen, darunter Panzer, Truppentransporter und Grad-Raketenwerfer Richtung Telmanowe. Die Ortschaft liegt rund 80 Kilometer südlich der Separatistenhochburg Donezk und 20 Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt. Die Fahrzeuge sind mit einem Dreieck oder einem weißen Kreis markiert.
Die prorussischen Separatisten, die seit Wochen in den Großstädten Donezk und Lugansk belagert werden, hatten am Montag angekündigt, eine Gegenoffensive südlich von Donezk zu starten. Nach einem hatte sich sowohl der ukrainische Präsidenten Petro Poroschenko als auch Russlands Präsident Wladimir Putin prinzipiell zum Friedensprozess bekannt.
Moskau schickt zweiten Konvoi
Moskau will der Bevölkerung der Ostukraine Hilfsgüter senden, die Ukrainer sehen dahinter aber ein Tarnmanöver zum Transport von Waffen. Nach wochenlangem Tauziehen brachte Moskau vor wenigen Tagen einen an, was das Misstrauen in Kiew wachsen ließ.
Polen bestätigt Russen-Einsatz
Polens Regierungschef Donald Tusk warnt ebenfalls, dass die russische Armee mit regulären Einheiten in der Ukraine unterwegs ist. Die polnischen Sicherheitsdienste haben entsprechende NATO-Angaben bestätigt. Tusk bereitet dieser Umstand Sorgen: "Das Problem der Ukraine ist ein Problem der Sicherheit Polens." Er will sich um eine Erhöhung der NATO-Präsenz im Land bemühen.
Alle verlassen Timoschenko
In Kiew selbst ist auch die innenpolitische Lage mehr als chaotisch. Zwei Monate vor der ist Regierungschef Jazenjuk aus der Partei von Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ausgetreten. Auch Parlamentschef Alexander Turtschinow und der frühere Sicherheitsratschef Andrej Parubij haben die Vaterlandspartei verlassen, genauso wie Innenminister Arsen Awakow. Jetzt wird über die Gründung eines Wahlblocks der Parteilosen spekuliert.