"7 Stunden warten – wir kamen uns verarscht vor"

Rund 160 Ryanair-Passagiere mussten sieben Stunden am Basler Euro-Airport ausharren. Die Ankunft ihres Fluges hatte sich so lange verzögert, bis die Maschine nicht mehr landen durfte.

S.A.* (40) aus dem Kanton Bern in der Schweiz wollte am Dienstag um 16.10 Uhr mit ihrer Familie vom Euro-Airport (EAP) nach London fliegen.

"Es wäre der erste Flug für unsere Kinder gewesen", sagt sie. Doch aus dem Trip auf die Insel wurde nichts. "Über Durchsagen wurden immer wieder neue Verspätungen gemeldet", erzählt sie. Um 23 Uhr kam schließlich das definitive Aus: Der Flug sei annulliert worden.

"Wir kamen uns so verarscht vor", ärgert sie sich. Zwar lobt sie die Bemühungen des Schalterpersonals, doch auch dieses habe über den ganzen Zeitraum nichts Genaueres in Erfahrung bringen konnte.

Besonders ärgerlich für A.: In den Durchsagen sei lediglich die Rede von Verspätungen gewesen, ein Grund sei aber nicht genannt worden. "Bei einem technischen Defekt würde man noch ‹Gott sei Dank, besser als abstürzen› sagen", meint sie. Am Ende sei ihr nichts anderes übrig geblieben, als ihren Vater anzurufen, der die Familie mit dem Auto abholte.

Landeerlaubnis verweigert

EAP-Sprecherin Vivienne Gaskell bestätigt die Annullation des Fluges gegenüber 20 Minuten. "Das Flugzeug hätte um 15.45 Uhr ankommen und rund eine halbe Stunde später nach London Stansted abfliegen sollen", sagt sie. Doch die Ankunft des Flugzeugs habe sich aus unbekannten Gründen verzögert, bis der Flug annulliert werden musste.

Die Maschine hätte schließlich erst am Mittwoch um 00.30 Uhr in Basel landen können – eine halbe Stunde zu spät: Auf dem Euro-Airport darf nur bis Mitternacht gelandet werden. "Ryanair hat eine Ausnahmebewilligung angefordert, die wegen der Betriebsreglementierung abgelehnt wurde", sagt Gaskell.

100 Personen flogen am Mittwoch

Die Passagiere seien laut der Sprecherin während der Wartezeit am Flughafen versorgt worden. Als klar wurde, dass die Maschine nicht landen darf, seien die rund 160 Personen in Hotels untergekommen oder nach Hause gefahren. "Ryanair hat für sie am Mittwoch einen Zusatzflug angeboten", sagt Gaskell. Von diesem hätten rund 100 Betroffene Gebrauch gemacht.

Eine Anfrage bei Ryanair ist hängig. (red)

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