Ryanair droht mit Aus für Laudamotion

Ryanair-Chef Michael O'Leary bei einer Laudamotion-Präsentation
Ryanair-Chef Michael O'Leary bei einer Laudamotion-Präsentationpicturedesk.com
Laudamotion soll vor einer "existenziellen Krise" stehen und die Basis in Wien dürfte Ende Mai schließen, sagte Ryanair-Konzernchef Michael O'Leary heute.

Der österreichischen Ryanair-Tochter Laudamotion droht am Hauptsitz in Wien das Aus. Das droht Ryanair-Chef Michael O'Leary. Er erwarte nicht, dass die Gewerkschaften die vorgesehenen Restrukturierungen mitmachten.

Ryanair ist Europas größter Billigflieger. Durch die Coronavirus-Krise geriet er schwer in Bedrängnis und wird im ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust einfliegen als gedacht. So dürfte zwischen April und Juni ein Verlust von mehr als 200 Millionen Euro anfallen, so das Unternehmen.

Einbruch bei Passagierzahlen um die Hälfte erwartet

Ryanair erwartet wegen der Corona-Pandemie einen Einbruch der Passagierzahlen um fast die Hälfte auf weniger als 80 Millionen. Die Iren schraubten damit ihre Erwartung binnen einer Woche um weitere 20 Prozent zurück. Aber auch diese Zahl sei bestenfalls geraten, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Montag. Es sei derzeit unmöglich, für die kommenden zwölf Monate angesichts der Coronakrise einen Ausblick zu geben.

Der Konzern mit Sitz in Dublin hatte bisher mit einem Fehlbetrag von mehr als 100 Millionen Euro gerechnet. Man erwarte dieses Geschäftsjahr weniger als 80 Millionen Passagiere und Passagierinnen und damit nur fast die Hälfte der ursprünglich angepeilten 154 Millionen Fluggäste.

Eingestellt werden sollen außerdem Basen in Deutschland, Großbritannien und Spanien betreffen. Später sollten auch Stützpunkte in Italien, Belgien und Osteuropa überprüft werden.

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