Die irische Billigfluglinie Ryanair schließt wegen der hohen Kerosinpreise Flugausfälle im Sommer nicht aus. "Wir sehen die Situation mit großer Besorgnis", erklärte Ryanair-Manager Marcel Pouchain Meyer gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Besonders mit Blick auf die Hauptreisezeit macht sich das Unternehmen Sorgen. Laut Ryanair konnte man zwar 80 Prozent des bis Ende März 2027 benötigten Treibstoffs durch sogenannte Preisabsicherungen zum Fixpreis einkaufen. "Aber 20 Prozent Unsicherheit sind immer noch da."
"Zum jetzigen Zeitpunkt können wir auch Flugstornierungen noch nicht ausschließen", so Pouchain Meyer weiter. Auch kurzfristige Preiserhöhungen könnten notwendig sein.
In Italien herrscht an manchen Flughäfen derzeit bereits ein Kerosin-Engpass. "Wir müssen die Situation weiter genau beobachten", sagte der Ryanair-Manager. Wer ein Ticket will, sollte besser frühzeitig zuschlagen, "bevor das im Juni oder Juli richtig durchschlägt".
Der Krieg im Iran hat die Kerosinpreise sprunghaft in die Höhe getrieben – noch stärker als beim Rohöl. Weltweit haben zahlreiche Fluglinien ihre Preise angehoben und Flüge aus Sicherheits- oder Wirtschaftlichkeitsgründen gestrichen.