S-Bahn-Kontrolleure bekommen Bodycams

Die Zahl der Übergriffe auf Kontrolleure stieg im ersten Halbjahr gegenüber 2016 von 58 auf 114 an! Die ÖBB testen nun in der Ostregion, ob Bodycams gegen die Rowdys helfen.

Im ersten Halbjahr 2016 gab es laut ÖBB 58 Übergriffe gegen Zugsbegleiter, 36 endeten mit Verletzungen der Kontrolleure. Heuer gab es im ersten Halbjahr eine deutliche Steigerung auf bereits 114 Übergriffe. 85 davon endeten mit verletzten Kontrolleuren, berichtet "Wien heute". Bodycams, wie sie die Sicherheitsteams in den ÖBB-Bahnhöfen seit rund einem Jahr testen, sollen nun helfen. Denn: Die Zahl der Attacken auf die "Kamera-Teams" gingen rapide zurück.

Probebetrieb startet mit fünf Kameras

"Wir starten jetzt mit dem Probebetrieb für die Zugsbegleiter in der Ostregion mit fünf Kameras. Und wir erwarten ganz ähnlich positive Resultate wie den Mitarbeitern am Bahnhof", erklärt ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger.

Erste Erfolge seien bereits spürbar. So berichtet ÖBB-Ticketskontrolleur Lukas Heinrich in "Wien heute": "Wir machen dann darauf aufmerksam, dass wir die Kamera einschalten, da merkt man dann, dass die Fahrgäste einen Gang runterschalten und ruhiger werden."

Auf den Bahnhöfen sind seit rund einem Jahr insgesamt 68 ÖBB-Securitys mit zehn Kameras unterwegs: je vier Bodycams auf dem Wiener und Grazer Hauptbahnhof sowie zwei in Linz. Der Einsatz habe sich im ersten Jahr bewährt. Die Übergriffe gingen laut ÖBB um 22 Prozent zurück, "Heute" berichtete. (Red)

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