Welt

Säbelrasseln: Brutale Drohungen in Korea

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:14

Nordkorea hat Südkorea mit der Vernichtung gedroht. Auf der UN-Abrüstungskonferenz in Genf sagte der nordkoreanische Diplomat Jon Yong Ryong am Dienstag, Südkoreas unberechenbares Verhalten werde nur seine Vernichtung einläuten. Wenn die USA, die ein enger Verbündeter Südkoreas sind, sich Nordkorea in feindlicher Absicht näherten, dann habe sein Land keine andere Wahl, als "einen zweiten und dritten noch stärkeren Schritt" zu tun.

Nordkorea hat Südkorea mit der Vernichtung gedroht. Auf der UN-Abrüstungskonferenz in Genf sagte der nordkoreanische Diplomat Jon Yong Ryong am Dienstag, Südkoreas unberechenbares Verhalten werde nur seine Vernichtung einläuten. Wenn die USA, die ein enger Verbündeter Südkoreas sind, sich Nordkorea in feindlicher Absicht näherten, dann habe sein Land keine andere Wahl, als "einen zweiten und dritten noch stärkeren Schritt" zu tun.

Ohne auf den näher einzugehen sagte Jon, sein Land habe kürzlich massive Schritte zur Selbstverteidigung unternommen. Diese seien "mächtige Gegen-Maßnahmen gegenüber einem ausländischen Aggressor". Die Vertreter der USA, Südkoreas und Großbritanniens reagierten umgehend mit Kritik auf die Äußerungen Jons.

Das kommunistisch regierte Nordkorea hatte und damit Kritik aus der ganzen Welt auf sich gezogen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test. Die Führung in Pjöngjang bereitet offenbar weitere Tests vor, wie Reuters aus China erfahren hatte.

Nächster Atomtest angekündigt

Der nächste Atomtest werde mit zehn Kilotonnen TNT eine größere Sprengkraft haben als der von vergangener Woche. Ziel der Drohungen Nordkoreas sei es, die USA zu Gesprächen zu zwingen.

Die EU hatte am Montag aus Protest die bestehenden Sanktionen verschärft und geht noch über die von den UN verabredeten Restriktionen hinaus. Die russische Regierung lehnte am Dienstag neue Wirtschaftssanktionen ab, erklärte sich aber bereit, Maßnahmen zu unterstützen, die die Verbreitung von Atomwaffen begrenzen.

Südkorea startete Seemanöver

Südkoreas Streitkräfte haben nach dem weltweit verurteilten Atomtest in Nordkorea ein mehrtägiges Seemanöver im Japanischen Meer begonnen. Im Mittelpunkt stehe die U-Boot- und Raketenabwehr, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Dienstag mit. Neben Kriegsschiffen der südkoreanischen Marine beteiligen sich daran auch US-Flugzeuge zur Seeüberwachung und U-Boot-Jagd.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Südkorea mit US-Beteiligung Manöver zu Land, Luft und Wasser unternommen. Mit den Übungen demonstriert Südkorea militärische Stärke gegenüber dem kommunistischen Nachbarn, der in der vergangenen Woche nach 2006 und 2009 seinen dritten unterirdischen Atomtest gezündet hatte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen