Saftige Geschäfte im Paprika-Land

Nicht nur für große Konzerne ist Ungarn interessant. Kleinere Betriebe wagen genauso den Sprung ins Nachbarland. 175 nö. Unternehmen haben schon Fuß gefasst; Andreas Sederl von der Saftwelt in Zweiersdorf sieht ebenfalls Chancen.

Mit blau-gelben Luftballons, Bio-Säften, Wein, Käse und Kosmetik präsentierten sich 15 Unternehmer bei den Niederösterreich-Tagen in der Markthalle von Budapest. Die Bilanz ist positiv, die Ungarn sind auf den Geschmack gekommen.

Vier Prozent der niederösterreichischen Exporte gehen nach Ungarn. Wir sind dabei, die Position weiter auszubauen, erklärte Landesrätin Petra Bohuslav beim Rundgang durch das historische Baujuwel in Budapest. Einer der bereits 1989 in Ungarn Fuß gefasst hat, ist Wolfgang Stix. Dem Naturkosmetik-Experten aus Ober-Grafendorf bei St. Pölten kommt zugute, dass die Damen im Nachbarland sehr schönheitsbewusst sind. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Cremen ist in ehemaligen Ostblockländern um 30 Prozent höher als im Westen, weiß der Geschäftsmann.

Die Wirtschaftsagentur Ecoplus hilft bei der Erarbeitung eines Plans und der Suche nach Handelspartnern. Budapest ist zu Wien näher als Salzburg. Die Transportkosten sind nicht das Problem, betont Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki den kurzen Anfahrtsweg.

Interesse zeigt bereits Bio-Saftproduzent Andreas Sederl: Westliche Produkte kommen hier gut an. Es ist naheliegend, nach Budapest zu liefern.

Selbst regionale Produzenten wie Franz Bertl von den Wilhelmsburger Hoflieferanten haben ein Auge auf den ungarischen Markt geworfen. Es wird keine große Umsatzsumme sein, aber mit unseren Produkten könnten wir eine Nische abdecken, so der Landwirt.

Elisabeth Czastka

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