Österreich

Salzburg: 22-Jähriger wird mit Nacktvideo erpresst

Ein junger Salzburger wird mit intimen Videoaufnahmen, die aus einem Internetchat stammen, erpresst.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:05

Ein 22-jähriger Salzburger chattete via Facebook mit einer bislang unbekannten Person, die sich mit einem gefakten Profil beim sozialen Netzwerk angemeldet hatte. Diese forderte den Flachgauer auf, sich in einem Videochat auszuziehen. Der gutgläubige Mann kam dieser Bitte nach, jetzt wird er erpresst.

"Nun erpresst ihn die unbekannte Täterschaft mit der Veröffentlichung des Aktvideos, im Falle dass er nicht einen vierstelligen Bargeldbetrag via Western Union überweist", erklärt die Landespolizeidirektion Salzburg.

Ähnlicher Fall vor wenigen Tagen

Erst vergangene Woche gelang ein ähnlicher Fall zur Anzeige. Eine 59-jährige Salzburgerin erstattete wegen versuchter Erpressung Anzeige. Ein Unbekannter forderte sie auf, ihm Geld zu überweisen, ansonsten würde er intime Fotos von ihr veröffentlichen.

Unter Experten sind solche Delikte als "Sextortion" bekannt. Die Polizei gibt Tipps gegen jene Erpressungsversuche:

- Die Täter geben sich in der Regel als junge, außergewöhnlich attraktive Personen aus. Im Profil finden sich, außer gut in Szene gesetzten Fotos, kaum persönliche Informationen. Häufig sind die

Täter Mitglieder einschlägiger Foren wie Dating-, Erotik- oder Partnerforen.

- Besondere Vorsicht ist geboten, wenn fremde Personen in den sozialen Netzwerken Kontakt herstellen bzw. einen Flirt starten.

- Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten, wenn der Chatpartner schon nach kurzer Zeit zum Wechsel auf alternative Kanäle, wie Skype oder WhatsApp, einlädt.

- Der Chat ist sofort zu beenden, wenn sich das Gegenüber vor der Webcam entkleidet und/oder zu sexuellen Handlungen auffordert.

- Zahlen Sie keine Lösegeldforderungen.

- Speichern Sie die Nachrichten und Screenshots und nehmen Sie sie zur Polizei mit.

(ek)

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