Salzburg baute Parkplätze um je 4.500 Euro

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Die Stadt Salzburg hat keine Kosten und Mühen gescheut, um die Fußgängerzone in der Altstadt um 2,5 Millionen Euro mit Pflastersteinen zu verschönern. Teile des Belags werden als Luxus-Parkplätze genutzt. Die Anschaffung kostete ungefährt 4.500 Euro pro Parkplatz. In zwei Jahren sollen allerdings alle Autos in der Priesterhausgasse verschwunden sein.

Seit wenigen Wochen erstrahlen die Straßenzüge rund um den Cornelius-Reitsamer-Platz in neuem Glanz. Edle Pflastersteine anstatt normaler Asphalt wurden verwendet. Die Priesterhausgasse wurde zur einladenen Gastronomie-Meile, mit einheitlich gestalteten Schanigärten fast bis zum Ende der Gasse. Entlang des Priesterseminars reiht sich dort aber auf einem 100 Meter langen Abschnitt ein Auto an das andere.

Eine Abrechnung für das Projekt hat Bau-Stadträtin Barbara Unterkofler (NEOS) zwar noch nicht auf dem Schreibtisch, "laut Kostenschätzung können wir aber von rund 300 Euro je Quadratmeter ausgehen", sagte sie auf Anfrage. Die APA hat ausgerechnet, wie teuer so ein "Parkplatz" eigentlich war. Nimmt man eine Stellplatzgröße von sechs mal zweieinhalb Meter an, ergibt sich damit ein Preis von 4.500 Euro je "Parkplatz". Im unteren Bereich der Gasse wird es für die Stadt etwas günstiger, dort haben sich auch vier Hauseigentümer an den Kosten beteiligt, weil dort eigentlich nur Asphalt geplant war.

In zwei Jahren keine Autos mehr

Längerfristig werden die Autos aber neben den Schanigärten verschwinden. "Ich weiß, dass es schon jetzt für die Bewohner schwer ist, in der Nähe einen Parkplatz zu finden. Wir haben aber in der Umgebung Ersatzflächen und lassen daher die derzeit bestehenden Ausnahmebewilligungen auslaufen", kündigte Verkehrs-Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) an. Spätestens in zwei Jahren seien dann sämtliche Autos aus der Priesterhausgasse verbannt.

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