Erst in der 89. Spielminute brandete in der Salzburger Bullen-Arena erlösender Jubel auf. Da hatte Karim Konate für das erlösende 1:0 seiner Bullen gegen die Oststeirer gesorgt, den Siegtreffer per Kopf erzielt. Nach einem Spiel, das über weite Strecken wie auf einer schiefen Ebene gelaufen ist, den Mozartstädtern unter dem neuen Trainer Danny Röhl aber lange kein Torerfolg gelungen war.
Am Ende standen 73 Prozent Ballbesitz, 36 Torschüsse, ein Expected-Goals-Wert von 3,91. Und dann eben doch noch die drei Punkte für Salzburg.
Salzburgs neuer Trainer Danny Röhl hatte die Startelf, wie erwartet, ordentlich umgekrempelt. Nicolas Veratschnit führte die Elf als vorläufiger Kapitän an, links hinten verteidigte der Schweizer Dominik Schmid, in der Mitte neben Abwehr-Mann Kevin Boma auch Talent Valentin Zabransky. Dazu kommen der Ex-Austrianer Abubakr Barry und Neuzugang Damir Redzic auf der rechten Seite. Knipser Haris Tabakovic schmorte zunächst nur auf der Bank. Dort fehlte Adam Daghim, der vor dem Wechsel nach Hoffenheim steht und Edmund Baidoo, der gerne gehen möchte, den Sport-Boss Marcu Mann allerdings nicht weg lässt.
Hartberg mit Markus Schopp setzte auf eine defensive Aufstellung, unter anderem mit dessen Sohn Konstantin Schopp als zentrale Figur einer Fünferkette. Im Tor startete Liverpool-Leihgabe Armin Pecsi.
Und der war gleich früh beschäftigt. Denn der starke Gaoussou Diakite zog schon in der vierten Minute ab, Barry vergab gleich zweimal binnen weniger Sekunden (28., 29.), genauso wie Veratschnig, der in Pecsi seinen Meister fand (31.). Aus dem Rekord-Wert von Elf Ecken bis zur Pause und 75 Prozent Ballbesitz machten die Bullen nichts. Dabei hätte es auch ganz anders laufen können, denn Marco Hoffmann, der an Salzburgs neuer Nummer eins Christian Zawieschitzky scheiterte (10.), und Matthias Postl, der ins Außennetz schoss, ließen die überraschende Führung der Oststeirer liegen.
Halbzeit zwei begann mit einem Knall. Denn nach einem Redzic-Zuspiel stand Jorbe Vertessen fünf Meter vor dem Hartberger Tor völlig alleine, donnerte den Ball aber volley am Gehäuse vorbei (47.) – die größte Chance des Spiels kläglich vergeben. Danach zogen sich die Hartberger noch weiter zurück, ließen die Bullen beinahe im Powerplay-Modus agieren, allerdings ohne damit Gefahr zu erzeugen. So rauschte auch der vom eingetauschten Tabakovic noch abgelenkter Diakite-Schuss am Tor vorbei (64.).
In der Schlussphase wurden die Hartberger merklich müder. Das nützte Konate schließlich für späten Siegtreffer in der 89. Minute per Kopf. Er nickte eine Schmid-Flanke ein. Jubel brandete auf.