Nur ein Sieg aus den letzten fünf Liga-Partien, die zweite Heimniederlage in Folge – diese Zahlen lassen bei Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg die Alarmglocken schrillen. Die in den letzten Jahren so überlegenen Bullen sind ein Schatten ihrer selbst, bringen kein druckvolles Offensivspiel zustande. Der LASK konnte mit Salzburg mithalten, ging dank des Treffers von Kapitän Robert Zulj in der 34. Minute als Sieger vom Platz. Und Salzburg verlor in der Meisterschaft weiter an Boden, liegt als Zweiter schon vier Zähler hinter Tabellenführer Sturm Graz.
Das zeigte auch bei den sonst so erfolgsverwöhnten Salzburger Fans Wirkung. Schon in der Halbzeitpause gab es Pfiffe, die waren auch gegen Ende des Spiels immer wieder zu hören. Und einige verließen die Bullen-Arena bereits in den letzten Minuten des Spiels.
"Das war zu wenig, um hier gegen einen starken Gegner gewinnen zu können", sprach der sichtlich angefressene Salzburg-Coach Gerhard Struber nach dem Spiel bei "Sky" Klartext. "Wir haben in den Grundprinzipien nicht die Power hingelegt, wie wir es uns selbst erwartet hätten. Wir haben gesehen, dass wir uns kaum etwas erspielen konnten, zu nachlässig waren. Es ist uns nicht gelungen, gemeinsam Paroli zu bieten", wurde der Salzburg-Coach deutlich.
Wichtig sei es nun, so schnell wie möglich die Abwärtsspirale der letzten Wochen umzudrehen. "Wenn wir nicht gemeinsam commited sind, dann haben wir auch zu Hause Probleme. Das müssen wir jetzt schleunigst ändern", unterstrich Struber, der auch die Pfiffe der Salzburger Fans nachvollziehen konnte. "Das ist ja logisch. Es gilt aber, weiterzuarbeiten. Es ist ein kleiner Test für uns, den wir bestehen müssen."
Ähnlich ernüchtert zeigte sich auch der ÖFB-Teamspieler Samson Baidoo. "Die Körpersprache ist einfach zu wenig, die Intensität. Man hat gesehen, dass der LASK bissiger, aggressiver ist. Wir wissen aber, was wir können."