Im strömenden Regen von Salzburg hielten die Mozartstädter gegen die "Nerazzurri", die sich in der abgelaufenen Champions-League-Saison erst im Endspiel Manchester City geschlagen geben mussten, vor allem in der ersten Halbzeit gut mit, schafften nach dem Seitenwechsel den 3:3-Ausgleich, ehe viele Wechsel auf beiden Seiten den Spielfluss brachen, trotzdem die Italiener noch über den späten 4:3-Erfolg durch Stefano Sensi jubelten (90.).
"Es war ein super Test, weil wir gesehen haben, was wir verbessern können. Ab und zu hat die Balance nicht gestimmt", meinte Salzburgs scheidender Sportdirektor Christoph Freund.
Für die Salzburger war der Test ein finaler Probegalopp vor dem Start in die Champions-League-Gruppenphase. Am Sonntag geht es in der Bundesliga dann gegen die Wiener Austria, Inter startet am 19. August gegen Monza in die neue Serie-A-Saison.
Mann der ersten Hälfte war Salzburgs großes Stürmer-Talent Karim Konate, der bereits in der vierten Minute gegen den zu spät aus seinem Tor laufenden neuen Inter-Schlussmann Yann Sommer einen Elfmeter herausholte, den Strafstoß aber drüberschoss, nur eine Minute später die Mozartstädter allerdings in Front brachte (6.). Und in der 32. MInute das zwischenzeitliche 2:2 erzielte, den Ball aus kürzester Distanz über die Linie drückte.
Die Mailänder, mit Stars wie Sommer, Hakan Calhanoglu, Henrikh Mkhitaryan, Stefan de Vrij oder Marcus Thuram in der Startelf, lagen nach einem Eigentor von Strahinja Pavlovic (9.), sowie Treffern von De Vrij (25.) und Joaquin Correa, der eine Flanke von Denzel Dumfries an der zweiten Stange einnickte (43.), in der Halbzeitpause mit 3:2 in Front.
Der neue Salzburg-Coach Gerhard Struber rotierte in der Halbzeitpause kräftig durch, brachte gleich acht Neue. Mit dem deutlich stärker werdenden Regen gelang den Mozartstädtern aber unmittelbar nach Wiederbeginn der neuerliche Ausgleichstreffer. Samson Baidoo nickte eine Freistoßflanke von Dion Kameri zum 3:3 ein (46.).
Mit den Wechseln auf beiden Seiten flachte das Spiel in der zweiten Halbzeit dann deutlich ab. Bis zur 68. Minute, in der Salzburgs Simic die neuerliche Führung vom Elfmeterpunkt ausließ, aber auch der zweite Bullen-Strafstoß des Abends landete nicht im Tor. Der kroatische Knipser setzte den Abschluss neben die Stange. Der vermeintliche Siegtreffer durch Simic in der 86. Minute zählte nach einer Abseitsstellung nicht. Das rächte sich spät, denn Stefano Sensi ließ Salzburgs Ersatzkeeper Nico Mantl in der 90. Minute keine Chance, schoss zum 4:3-Erfolg ein. Schon zuvor stand die Partie aufgrund des starken Regens am Rande des Abbruchs.
ÖFB-Legionär Tino Lazaro, der bei Coach Simone Inzaghi nicht mehr gefragt ist, wurde in der 87. Minute noch eingewechselt.