Salzburger veruntreute Bilder von Picasso und Co.

Ein 54-jähriger Salzburger soll seine Position als Besitzer einer Bilderrahmenfirma ausgenutzt haben und Originalkunstwerke von Pablo Picasso und anderen Künstlern veruntreut haben. Die Bilder verkauftet er an Galerien und Kunsthändler. In einigen Fällen fertigte er Farbkopien an, in anderen redete er sich auf Einbrüche aus, um sein Treiben zu vertuschen.

Zwischen 2003 und 2014 veruntreute der Salzburger zahlreiche Kunstwerke aus einer Privatstiftung. Der Inhaber einer Bilderrahmenfirma sollte diese professionell verrahmen. Doch der Salzburger hatte andere Pläne. Teils fertigte er mittels Plotter Farbkopien an, teilweise behauptete er, dass die Werke bei Geschäftseinbrüchen gestohlen worden seien.

14 Kunstwerke veruntreut

In Wirklichkeit verkaufte er die Originale bei internationalen Galerien und Kunsthändlern. Die Verkäufe von Werken brachten dem 54-Jährigen viel Geld ein. Er fand für insgesamt 14 Bilder anerkannter Künstler in Wien und München Abnehmer und richtete einen Schaden von 300.000 Euro an.

Am 4. Juni 2007 versteigerte der Salzburger sogar ein Kunstwerk von Pablo Picasso. Es handelt sich um das Werk "Corrida" (Stierkampf), eine Tusche-Zeichnung aus dem Jahr 1957. Das 50 x 64 Zentimeter große Bild hat einen Versicherungswert von 218.000 Euro.

Schutzgelderpressung als Motiv

Der Beschuldigte ist teilweise geständig, er gab ein spektakuläres Motiv an. Er habe die Delikte begangen, um Geld für Schutzgelderpressungen einer südländischen Organisation aufzutreiben.

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