Gute Nachrichten für den Schlagobersspezialisten QimiQ aus Hof bei Salzburg. Die Gläubiger haben dem verbesserten Sanierungsplan zugestimmt.
Damit kann das Unternehmen, das sich seit April 2026 im Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung befand, aufatmen.
Die SalzburgMilch übernimmt alle immateriellen Güterrechte und führt die Marke QimiQ fort. Wie "Salzburg24" berichtet, wurde der Einstieg des Milchverarbeiters am Donnerstag (1. Oktober) vom KSV bestätigt. Zuvor hatte die SalzburgMilch bereits öffentlich ihr Interesse an einer Übernahme bekundet.
203 Gläubiger hatten Forderungen von insgesamt rund 6,66 Millionen Euro angemeldet. Die Insolvenzverwaltung erkannte davon etwa 4,72 Millionen Euro an, während knapp 1,93 Millionen Euro weiterhin bestritten sind.
Der nun angenommene Sanierungsplan sieht für die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent vor, die innerhalb von zwei Monaten nach Rechtswirksamkeit ausgezahlt werden soll.
Mit der Übernahme durch SalzburgMilch bleibt der Produktionsstandort in Salzburg erhalten. QimiQ wurde für den europäischen Markt bereits in der Vergangenheit bei SalzburgMilch hergestellt. Für das internationale Geschäft bestehen weiterhin Partnerschaften in Italien, der Schweiz, Japan und Neuseeland.
Dem Insolvenzantrag im Frühjahr war eine lange wirtschaftliche Durststrecke vorausgegangen. Nachwirkungen der Pandemie, stark gestiegene Kosten durch den Ukraine-Krieg und ein hoher Milchpreis, der nicht vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden konnte, setzten dem Unternehmen zu. Die Rettungsphase wurde zudem vom Tod des Firmengründers Rudolf Haindl überschattet.
Zum Zeitpunkt der Insolvenz beschäftigte QimiQ nur noch zwei Mitarbeitende, obwohl im Geschäftsjahr 2024 noch über zehn Millionen Euro Umsatz mit 20 Beschäftigten erzielt wurden. Die Bilanz wies jedoch einen Verlust von über drei Millionen Euro aus.
Mit dem Einstieg der SalzburgMilch und dem angenommenen Sanierungsplan ist der Fortbestand der Traditionsmarke nun gesichert.