Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden tritt zurück

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) nimmt den Hut.
Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) nimmt den Hut.Bild: Sabine Hertel
Nach dem nicht rechtskräftigen Schuldspruch im Salzburger SWAP-Prozess ist Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) am Montag zurückgetreten.

Am Freitag wurde Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden im Zuge des Finanzskandals wegen Beihilfe zur Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt. Er wird deshalb im Gemeinderat am 20. September offiziell zurücktreten, teilte er am Montag mit.

Er sei vom Urteil zutiefst betroffen, sagte er vor versammelten Pressevertretern im Marmorsaal des Schlosses Mirabell. Auch wenn das Urteil nicht rechtskräftig sei, werde er persönlich die Konsequenzen ziehen. "Ich nehme alle Verantwortung auf mich", sagte der Stadtchef, der bei seiner sehr emotionalen Erklärung den Tränen nahe war.

Bürgermeister-Wahlen im Herbst

Er werde auch alle öffentlichen Ämter, die mit der Funktion des Bürgermeisters verbunden sind, zurücklegen, erklärte Schaden. Ein Termin für die Bürgermeister-Neuwahl steht noch nicht fest, sie dürfte aber frühestens im November stattfinden.

Lange Ära geht zu Ende

Schaden hatte das Amt des Bürgermeisters 18 Jahre lang bekleidet. Er war seit 1999 Bürgermeister von Salzburg und mit 18 Jahren Amtszeit einer der am längsten amtierenden Stadtchefs in der Geschichte der Stadt.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 9. März 2014 erhielt er im ersten Wahlgang 45,3 Prozent der Stimmen, bei der Stichwahl zwei Wochen später 68,9 Prozent.

(red)

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