Österreich

Samariterbund-Fahrer hatte bei Unfall 2,28

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:01

Durch einen Auffahrunfall auf der Altmannsdorfer Straße ist am Donnerstagvormittag ein betrunkener Samariterbund-Fahrer aufgeflogen. Der 60-jährige Lenker ist stadtauswärts in ein vor ihm fahrendes Auto gekracht. Ein Alkoholtest ergab stolze 2,28 Promille. Laut Zeugenaussagen war der Mann mit Blaulicht unterwegs.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag kurz nach halb zehn Uhr vormittag auf der Altmannsdorfer Straße stadtauswärts. Der Wagen krachte gegen den vor ihm fahrenden Opel Corsa und schob diesen dann gegen einen zweiten Wagen. Leserreporter Jasko H., Lenker des Corsa, machte uns mit den Bildern auf den Fall aufmerksam. Laut seiner Angaben wartete er bei einer roten Ampel, als das Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht von hinten heranbrauste.

Auf Nachfrage von "Heute.at" bei der Polizei bestätigte Polizeisprecherin Adina Mircioane die Aussage von Jasko H. Der Lenker des Samaritabund-Autos sei ein 60-jähriger, ungarischer Haustechniker gewesen, bei dem ein Alkoholtest nach dem Unfall 2,28 Promille ergeben hätte. Der Unfallfahrer, der alleine unterwegs war, gab an, am Vorabend drei Krügerl und vier Stamperln Wodka getrunken zu haben. Das Blaulicht hätte er erst nach dem Unfall eingeschaltet, um so nachfolgende Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen.

Fristlos entlassen

Martina Vitek-Neumayer, Sprecherin des Samariterbundes, erklärte "Heute.at" in einer Stellungnahme, dass es sich bei dem Fahrer um einen geringfügig angestellten Hilfsarbeiter gehandelt hat, der den Auftrag hatte, den Wagen von einer Dienststelle zu einer anderen zu überführen. Der Mann, der sofort nach Bekanntwerden des Unfalls fristlos entlassen wurde, sei in zweieinhalb Jahren nie negativ aufgefallen. Er war bei seinen Arbeiten auch nie direkt in den Transport von Patienten involviert.

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