Bin-Laden-Leibwächter muss zurückgeholt werden

Sami A., der mutmaßliche Ex-Bodyguard von Osama bin Laden, muss aus Tunesien nach Deutschland zurück geholt werden.
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat entschieden: Sami A., der mutmaßliche Ex-Bodyguard von Osama bin Laden, muss wieder nach Deutschland geholt werden.

Der 42-Jährige war im Mitte Juli nach Tunesien abgeschoben worden – verbotenerweise. Denn das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte nur eine Tag zuvor entschieden, dass er nicht abgeschoben werden dürfe – es bestehe die Gefahr, dass der Mann in seinem Heimatland gefoltert werden könnte. Diese Entscheidung wurde dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) allerdings erst zugestellt, als Sami A. bereits im Flugzeug saß.

Bestreitet Terror-Kontakte

Sami A. kam laut "Bild" als 21-jähriger Student 1997 nach Deutschland. In der Zeit zwischen 1999 bis 2000 reiste er laut Gerichtsurteilen nach Afghanistan. Durch die Rekrutierung für ein al-Qaida-Ausbildungscamp soll er schließlich zur Leibgarde Bin Ladens gestoßen sein. Sami A. bestreitet dies, sowie seine angeblichen Kontakte zu einem der Drahtzieher des Anschlags vom 11. September.

In Deutschland hatte er sich gegen seine Abschiebung nach Tunesien gewehrt. Sein Anwalt sagte Mitte Juli zur "Bild"-Zeitung, dass sein Mandant nie nach Tunesien hätte abgeschoben werden dürfen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Bilder des Tages

(red)

Nav-Account heute.at Time| Akt:
DeutschlandNewsWelt

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen