Szene

Sammler Gurlitt erwägt Rückgabe von Bildern

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:16

Nachdem er dies in der Vergangenheit ausgeschlossen hatte, zieht der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt nun doch in Erwägung Bilder aus seiner Sammlung zurückzugeben. Die erste Sichtung der Kunstwerke ist derweil abgeschlossen, etliche Objekte wurden als NS-Raubkunst identifiziert.

, zieht der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt nun doch in Erwägung Bilder aus seiner Sammlung zurückzugeben. Die erste Sichtung der Kunstwerke ist derweil abgeschlossen, etliche Objekte wurden als NS-Raubkunst identifiziert.

erwägt Cornelius Gurlitt nach Angaben seines Anwalts offenbar nun doch die Rückgabe von Bildern aus seiner Sammlung. "Er ist gewillt, sich die Raubkunst-Klagen genau anzuschauen und faire und gerechte Lösungen auszuhandeln", sagte der Münchner Rechtsanwalt Hannes Hartung. Erst im November hatte das Magazin "Der Spiegel" Gurlitt mit den Worten zitiert: "Freiwillig gebe ich nichts zurück."

,  zu denen es Anfragen von Erben gebe, sagte Hartung. "Es sind aber nur wenige Anfragen mit konkreten Forderungen, die echte Raubkunst beinhalten." Derzeit würden außerdem mit den Behörden Verhandlungen über die Rückgabe von Bildern geführt, die Gurlitt zweifelsfrei gehören. "Die Übergabe regeln wir derzeit. Man muss die Bilder schließlich an einen zugänglichen und zugleich sicheren Ort bringen, man kann ihm die Sammlung nicht einfach vor die Tür stellen."

NS-Raubkunst identifiziert

   Die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken seien auf der Internet-Seite www.lostart.de veröffentlicht worden, teilte die Taskforce am Dienstag in Berlin mit. Für viele Bilder gebe es keinerlei Anfragen, sagte Gurlitts Anwalt Hartung. Sie seien "pauschal unter Raubkunst-Verdacht gestellt" worden.

Spektakulärer Fund

Die von der Bundesregierung und Bayern eingesetzte Arbeitsgruppe soll die Staatsanwaltschaft Augsburg bei der Recherche nach der Herkunft der Kunstwerke unterstützen, die in Gurlitts Wohnung entdeckt wurden. Ermittler hatten die verschollen geglaubte Sammlung seines Vaters Hildebrand Gurlitt beschlagnahmt, der einer von Hitlers Kunsthändlern war. Darunter sind Werke von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Erst im vergangenen Herbst war der spektakuläre Fund mit weit mehr als 1.000 Werken publik geworden.

  

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