Essl schenkt der Albertina seine 1.323 Kunstwerke

Erst Dauerleihgabe, wurde unter der neuen Regierung daraus eine Schenkung: Karlheinz Essl gab über 1.000 seiner Bilder her.

Weihnachten ist erst in zwei Monaten, doch für die Albertina kam der Weihnachtsmann schon am Donnerstag. Sein Name ist Karlheinz Essl. Seitdem dessen Unternehmen Baumax einging, war auch das Weiterbestehen seiner Kunstsammlung gefährdet. Nach langem Hick-Hack einigte man sich mit dem Sammler unter Minister Thomas Drozda darauf, die Sammlung der Albertina als Dauerleihgabe zu geben. Unter Kanzleramtsminister Gernot Blümel wurde ein neuer Deal ausgehandelt.

Verkaufen geht nicht

"Es wäre unfassbar schade, wenn diese wichtige Sammlung für die Öffentlichkeit nicht zugänglich wäre, da waren sich, glaube ich, auch immer alle einig", freute sich Blümel. Karlheinz Essl schenkt seine Sammlung jetzt her. Allerdings gibt es einige Auflagen. Die Albertina darf kein Kunstwerk der Schenkung weiterverkaufen.

"Wir legen die Sammlung vertrauensvoll in die Hände der Albertina. Damit wird sie dauerhaft erhalten, wissenschaftlich und restauratorisch betreut und der Öffentlichkeit präsentiert", erklärte Karlheinz Essl seine Motivation.

Haselsteiner renoviert Kunsthaus für Sammlung

Die Sammlung soll im Künstlerhaus gezeigt werden. Das Haus am Karlsplatz wird zur Zeit vom Hans Peter Haselsteiner um 40 Millionen Euro aufpoliert. Haselsteiner gehören auch 60 Prozent von Essls Sammlung. An die Albertina verschenkt werden nur jene 40 Prozent, die Essl gehörten. Haselsteiner wird den Museumsbetrieb in Künstlerhaus finanziell stemmen.

Zur Sammlung gehören u.a. Werke von Christian Ludwig Attersee, Günter Brus, Arnulf Rainer, VALIE EXPORT, Bruno Gironcoli, Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Paul McCarthy und Jonathan Meese.

(lam)

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