Samsung Galaxy Z Fold 3 5G im Test: Falttastisch!

Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Galaxy Z Fold 3 5G schafft Samsung ein absolut fantastisches Smartphone, das die Zukunft der Handys einläutet.

Es ist der neue Star am Smartphone-Himmel: das Samsung Galaxy Z Fold 3 5G. In der dritten Generation zeigt es sich als extrem stark ausgestattetes Smartphone, das in Sachen Falten nun äußerst robust wirkt und dazu noch jede Menge smarte Funktionen mit an Bord hat. Zugeklappt fällt das Gerät recht klobig aus, macht aber einen sehr hochwertigen Eindruck und glänzt mit einer super Verarbeitung. Der Preis ist ebenfalls Highend: Mindestens 1.799 Euro werden für das Fold fällig.

Die Maße betragen im geschlossenen Zustand 158,2 x 67,1 x 14,4 Millimeter, aufgefaltet steigt die Breite von 67,1 auf 128,1 Millimeter, die Dicke sinkt von 14,4 auf 6,4 Millimeter. Auf die Waage bringt das Falt-Smartphone knapp über 270 Gramm. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Gerät dabei etwas leichter und dünner geworden. Zugeklappt kann der Nutzer das Gerät wie ein herkömmliches Smartphone mit einem 6,2 Zoll Display nutzen, innen liegt ein riesiges 7,6 Zoll Display versteckt.

Neues Fold ist sogar wasserdicht

Gut gefällt, dass Samsung nun an der Außenseite auf matte Farben setzt, neben dem schwarzen und silbernen Modell gibt es nun auch ein grünes. Wird das Gerät aufgeklappt, was sich durch eine sehr stabile Bauweise extrem gut anfühlt und keinerlei Wackeln zulässt, kann es nun per separat zu kaufender und extra auf das Fold ausgelegter Samsung-S-Pen bedient werden. Apropos separat zu kaufen: Ein USB-C-Ladekabel liegt dem Gerät in der Packung bei, ein Netzadapter aber nicht.

Ein Segen dafür: Das neue Falt-Smartphone ist wasserdicht! Von einem Staubschutz ist bei der Schutzklasse IPX8 zwar keine Rede, im Test gab es in dieser Hinsicht aber keinerlei Probleme, da das Smartphone hervorragend verarbeitet wurde und kaum Spaltmaße aufweist. Einzig auf die weiter sehr empfindliche Innenseite muss man achten. Das Display zeigt sich weiter Fingerabdruck- und Kratzeranfällig und sollte regelmäßig vorsichtig gereinigt werden, um lange Freude zu haben.

Beide Displays zeigen sich top

Außen dagegen ist der Eindruck ganz ein anderer: Das Gehäuse auf Spezial-Aluminium zeigt kaum Fingerabdrücke und zerkratzt auch nicht, wenn es auf den Tisch oder irgendwo anders hingelegt wird. Das Außendisplay ist zudem per robustestem Gorilla Glass Victus geschützt. Was zudem beim ersten Austesten auffällt: Das Innendisplay macht nun einen noch stärkeren Glas-Eindruck statt wie beim ersten Modell vollkommen wie eine Kunststoffschicht zu wirken. Top!

Bleibt das Smartphone zugeklappt, gibt es 120 Hertz am Außendisplay, was ein sehr flüssiges Scrollen und Bedienen ermöglicht. Während man zugeklappt ganz normal Apps nutzen, Nachrichten tippen und Anrufe tätigen kann, macht das Mega-Innendisplay ebenfalls mit 120 Hertz beim Betrachten von Fotos, Lesen, Surfen durch Internetseiten und Ansehen von Videos mächtig was her. Beim Aufklappen schaltet das Display übrigens automatisch von außen nach innen um.

Highend-Kameraausstattung verbaut

Schnell fällt auch die weiter sichtbare, aber nun sehr unauffällige Falz in der Mitte des Infinity-Flex-Dynamic-AMOLED-Display, wie Samsung den Faltbildschirm nennt, kaum mehr auf. Der Displayrahmen ist zwar noch sichtbar, aber nun sehr schmal ausgefallen. Farben, Kontraste, Helligkeit und Blinkwinkelstabilität sind sehr gut bis hervorragend ausgefallen, Displays kann Samsung einfach, das muss man zugeben. Aufgeklappt lassen sich drei Apps gleichzeitig einblenden.

Genial mitgedacht: Da das Samsung Galaxy Z Fold 3 5G jeweils außen und innen ein Display besitzt, gibt es auch zwei Selfie-Kameras, mit denen man Selbstporträts knipsen kann. Eine davon, nämlich die äußere mit 10 Megapixel, ist deutlich sichtbar und sitzt mittig am oberen Rand des Außenbildschirms in einem Punch-Hole. Ein solches ist am Innendisplay allerdings nicht zu finden. Wo dann die 4-Megapixel-Kamera ist? Unter dem Display, um den Bildschirm voll auszunutzen!

Auch Hauptkamera kann Selfies schießen

Die versteckte Selfie-Cam ist in der Praxis wunderbar, denn es gibt keinerlei störendes Element am riesigen Bildschirm. Auch ist die Kamera nur ganz leicht durch ein paar kleine Streifen unter dem Display erkennbar, bei der alltäglichen Nutzung verschwindet sie gar gleich komplett. Während sich die Aufnahmen beider Selfie-Cams bei hellen Lichtverhältnissen sehen lassen können, verwaschen sie immer mehr mit schwindendem Licht. Doch auch dafür gibt es eine smarte Lösung.

Nutzer können sich einfach selbst mit der Hauptkamera ablichten. Dazu richtet man im aufgefalteten Zustand einfach die Hauptkamera auf sich und aktiviert in den Kameraoptionen das Außendisplay. Das Kamerabild wird dann auf beiden Display gleichzeitig angezeigt und der Nutzer kann den Außenbildschirm als Kamera-Sucher verwenden. Das klappt mit etwas Fingerspitzengefühlt perfekt und liefert weit bessere Selfie-Bilder ab, als es die beiden Selfie-Cams jemals könnten.

Scharfe Aufnahmen ohne übertriebene KI

Bei der Hauptkamera nutzt Samsung beim neuen Fold nämlich ein Dreifach-System. Im Modul, das sich leicht aus dem Gehäuse hervorhebt, sind eine Weitwinkelkamera, eine Telekamera und eine Ultraweitwinkelkamera mit je 12 Megapixel verbaut. Dazu gibt es einen zweifach optischen Zoom. Die galaktischen Kamera-Werte einiger anderer Samsung-Geräte gibt es zwar nicht, Fotos fallen aber dennoch auch in dunklen Umgebungen traumhaft schön und sehr scharf aus. 

Einzig bei höheren Zoomstufen geht die Kamera in die Knie, Fan solcher Vergrößerungsaufnahmen waren wir aber bisher auch bei anderen Geräten nicht. Abseits davon kommt das Smartphone aber sogar fast an die Spitzenwerte der S21-Reihe von Samsung ran und zählt auch insgesamt zu einem der besten Foto-Smartphones überhaupt. Besonders schön: Das Fold schärft noch färbt oder hellt Aufnahmen mittels Künstlicher Intelligenz zu stark auf, Bilder fallen so sehr natürlich aus.

Mehr Leistung geht fast nicht mehr

Beim Innenleben des Fold 3 gibt es dann nur noch Spitzenwerte: Snapdragon 888 Prozessor, 5G, Wifi 6, 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und je nach Modell 256 oder gar 512 Gigabyte internen Speicher. Auch gleichzeitig parallel verwendete Apps laufen damit flüssig, Ruckler gibt es keine, Wartezeiten ebenso nicht. Auffällig: Weder beim Bedienen, noch beim (kabelgebundenen und kabellosen) Laden oder Aufladen anderer Geräte mit dem Smartphone wird es unnatürlich warm.

Wer nur das große Innendisplay nutzt, kommt mit dem 4.400-mAh-Akku auf knapp unter acht Stunden, eine respektable Leistung, nur mit dem Außendisplay sind sogar bis zu zwei Tage möglich. Per 25-Watt-Schnelladung dauert es rund 100 Minuten, bis das Smartphone wieder voll ist, was eher Durchschnitt bedeutet. Dennoch: Das Samsung Galaxy Z Fold 3 5G ist ein Smartphone-Wunderwerk, das Highend-Ausstattung bietet, sich supergenial bedienen lässt und vor allem der Konkurrenz zeigt, wohin die Reise bei den Smartphones gehen könnte. Einfach falttastisch!

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