"Samurai Shodown" im Test: Next-Gen-Kracher

"Samurai Shodown" prügelt sich nun auch auf der Xbox Series X.
"Samurai Shodown" prügelt sich nun auch auf der Xbox Series X.Entwickler
"Samurai Shodown" kommt auf die Xbox Series X. "Heute" hat das Prügel-Game ausprobiert.

Die Prügelspiel-Serie "Samurai Shodown" von SNK galt seit jeher als Richtmarke im Genre. Besonders deshalb, weil die Spiele einzigartige Features boten, die man bei der Konkurrenz vergeblich suchte. Doch über die Jahre zogen die anderen Kampfspiel-Serien wie "Tekken", "Dead or Alive" oder "Mortal Kombat" an dem Japano-Fighter vorbei. Vor einiger Zeit erhielt die Reihe ein Reboot spendiert, das sich sehen ließ. Es brachte neben der Unreal Engine 4 und 3D-Grafik auch wieder den typischen Mangalook sowie die Kämpfer, die statt ellenlanger Kombos lieber auf Waffen und beim Kämpfen auf die Entwaffnung setzen. Jetzt ist das Game auch auf der Xbox Series X mit verbesserter Optik erhältlich.

Dass sich "Samurai Shodwon" anders als die bekannten Prügler spielt, heißt nicht, dass es sich schlecht spielt. Im Gegenteil: Das Waffen-Fäuste-System ist eine attraktive Alternative zum Kombo-Einheitsbrei im Genre. Allerdings sei Kampfspiel-Experten gesagt: Bei Samurai Shodown werden die Zeiger auf Null gestellt, denn das Gameplay funktioniert komplett verschieden zu den anderen Kampfspiel-Serien.

Kein Tasten-Auswendiglernen

Abhilfe schafft ein sehr gut umgesetztes und in schaffbare Stücke unterteiltes Tutorial, das für Samurai-Shodown-Einsteiger zur Pflicht wird. Was Anfänger dabei freut: Im Spiel ist weniger das Tastenkombinationen auswendig zu lernen angesagt. Vielmehr geht es nicht um Dauer-Angriffe, sondern mehr um die eigene Spielfigur in die passende Position für den Kampf zu bringen.

Wer stur auf die Buttons drückt, wird schnell auf der Matte landen. Denn bevor man überhaupt angreift gilt es, das richtige Timing zu erwischen, den richtigen Abstand zum Gegner einzunehmen und gleichzeitig darauf zu achten, aus der Reichweite des Feindes zu bleiben. Zumindest: Die Computer-KI verzeiht viel und schenkt auch wilden Tastendrückern manchmal den Sieg.

Sehr dezente Story

Beim Gameplay kann man Samurai Shodown kaum etwas vorwerfen. In Handlungs-Hinsicht jedoch ist Minimalismus angesagt. Zwar hat jede der 16 spielbaren Figuren ein eigenes Kampf-Intro und einen Abspann, bis auf die Kämpfe selbst, sehr kurze Videosequenzen und einige statische Bildschirme mit Texteinblendungen gibt es aber kaum eine Handlung, die verfolgt werden kann.

Auch bei den Modis selbst geht es klassisch zu: Neben dem Story Mode kann man die Grundzüge im Training kennenlernen und sich im Offline- oder Online-Modus mit einem Gegner duellieren. Eine Besonderheit ist das Dojo, ein asynchroner Online-Modus. Hier tritt man gegen KI-Kopien von menschlichen Spielern und sich selbst an, um die eigenen Stärken und Schwächen ausloten zu können, denn die KI kopiert den jeweiligen Kampfstil des Spielers.

Immerhin legt die Next-Gen-Fassung ordentlich bei der Optik vor. Das Game sah bereits auf den älteren Konsolen dank cooler Comic-Grafik beeindruckend aus, doch auf der Xbox Series X kann der Manga-Prügler richtig glänzen. Das Bild ist gestochen scharf, die bombastischen Effekte kommen schön zur Geltung. Gamer mit kompatiblem Fernseher dürfen zudem auf einen 120-FPS-Modus zurückgreifen, der das Kampfgeschehen noch flüssiger macht.

Fazit

"Samurai Shodown" ist insgesamt ein einzigartiger Actionprügler, der mit seinen ganz eigenen Features und vor allem der Entwaffnung zu gefallen weiß. Auch wenn es Ausbau-Möglichkeiten bei den Modi und bei der Handlung gibt, ist Samurai Shodown trotz des Alters der Serie mehr als nur ein frischer Wind im Genre. Wer auf taktischere statt wild-schnelle Kämpfe steht, wird Samurai Shodown jedenfalls lieben. Wunderbar abwechslungsreich sind auch die Stages und die Kämpfer selbst. Das Update für Xbox Series X sorgt für noch bessere Optik und nie dagewesene Frameraten.

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